Freiberg empfängt Hoffenheim II Spielstarke Bundesliga-Reserve zu Gast
Der SGV Freiberg empfängt am Samstag um 14 Uhr im Verfolgerduell mit 1899 Hoffenheim II die formstärkste Mannschaft der Regionalliga Südwest.
Der SGV Freiberg empfängt am Samstag um 14 Uhr im Verfolgerduell mit 1899 Hoffenheim II die formstärkste Mannschaft der Regionalliga Südwest.
Fünf Siege aus den vergangenen sechs Spielen, die letzte Niederlage datiert von Anfang Oktober, Tabellenplatz drei, mit einem Sieg im Nachholspiel nur einen Punkt Rückstand auf die Spitze: Die TSG 1899 Hoffenheim II ist in der Regionalliga Südwest mit dem FC 08 Homburg das formstärkste Team. Am Samstag um 14 Uhr hat nun der SGV Freiberg die Kraichgauer im Wasenstadion zu Gast – und damit eine Mammutaufgabe vor der Brust.
„So wie die Mannschaft besetzt ist, ist für mich klar, dass Hoffenheim in die Dritte Liga aufsteigen möchte. Für mich ist es fußballerisch die beste Mannschaft der Liga“, sagt Freibergs Trainer Roland Seitz. Er wartet ein interessantes Duell gegen einen ausgesprochen spielstarken Gegner. Auffällig: Obwohl die Gäste in 17 Spielen 34 Tore erzielt haben, kommen die besten Torschütze „nur“ auf je fünf Treffer. „Sie kombinieren sich durch die Reihen. Wer am Ende freisteht und den Ball einschiebt, ist dann eigentlich egal“, ordnet Seitz die Schwere der Aufgabe ein.
Hauptziel sei es daher, den Spielfluss und das Kurzpassspiel der Gäste zu unterbinden. „Darauf wird es ankommen, das ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Dass es keinen herausstechenden Toptorjäger gibt, auf den man sich defensiv einstellen kann, macht die Aufgabe „nicht gerade einfacher“.
Helfen könnte dabei zumindest der Rasenplatz im Wasenstadion. Schon in den vergangenen Heimspielen, unter anderem gegen die Stuttgarter Kickers, wirkte der Untergrund glitschig, ließ die Spieler immer wieder ausrutschen. Die Regenfälle der vergangenen Tage dürften nicht unbedingt zur Verbesserung des Zustandes beigetragen haben. „Das war in Steinbach oder Frankfurt zuletzt auch nicht anders. Das ist nicht optimal, aber es ist eben Ende November“, sagt Roland Seitz trocken, und schiebt nach: „Hoffentlich sind dann diesmal wir es, die davon profitieren.“
Zudem gilt es, die starke Abwehr Hoffenheims zu durchbrechen. Nur Spitzenreiter Stuttgarter Kickers (12) kassierte noch weniger Gegentore als die TSG II (14). Zum Vergleich: Freiberg hat mit einem mehr absolvierten Spiel nur zwei Punkte weniger auf dem Konto als Hoffenheim – sich aber mehr als doppelt so viele Gegentore (29) gefangen.
Verhindern soll das auch am Samstag wieder Michael Gelt, der vergangene Woche erstmals Keeper Eric Gründemann abgelöst hat, der nach starken Leistungen in den ersten Saisonwochen zuletzt eine unglückliche Figur gemacht hatte. Gelt wird vorerst im Tor bleiben. „Es ist mit allen Beteiligten besprochen, dass wir das bis zur Winterpause so belassen“, sagt Roland Seitz. In der Vorbereitung auf die Rückrunde werden die Karten zwischen den Pfosten dann neu gemischt.
Auch sonst dürfte sich im Freiberger Kader gegenüber der Vorwoche nicht allzu viel ändern: Bis auf die Langzeitausfälle sind alle Spieler an Bord.