Stuttgarts schönste Open-Air-Bühne bekommt einen neuen Namenssponsor: Die Freilichtbühne Killesberg, die bis vor kurzem offiziell Spardawelt Freilichtbühne hieß, soll mit dem Start der Open-Air-Saison 2024 offiziell Bürger Freilichtbühne heißen. Dies bestätigten die städtische Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart, die die Freilichtbühne betreibt, und die Bürger GmbH & Co. KG auf Anfrage unserer Zeitung. Nach der Bank mit Sitz in Frankfurt steht im Sommer also der Name des Maultaschenherstellers aus Ditzingen auf Konzertkarten. Im vergangenen Jahr traten unter anderem Die Toten Hosen gemeinsam mit Gerhard Polt, Hubert von Goisern sowie Fury in the Slaughterhouse in der Arena auf, die unbestuhlt bis zu 4500 und bestuhlt knapp 3000 Zuschauer fasst. In diesem Sommer ist unter anderem ein Konzert der Sportfreunde Stiller auf dem Killesberg geplant.
In der Open-Air-Saison 2023 wurden bereits Produkte von Bürger im Gastro-Bereich der Freilichtbühne angeboten. „Hieraus entstand die Idee einer Ausweitung der Partnerschaft“, teilte in.Stuttgart mit. Nach „vielen Jahren toller Kooperation mit der Sparda-Bank“ hoffe man auf eine „ebenso erfolgreiche Zusammenarbeit in den kommenden Jahren“ mit Bürger. Und weiter: „Dabei freuen wir uns besonders darüber, ein Unternehmen aus der Region für unser denkmalgeschütztes Kleinod gewonnen zu haben.“ Die Sprecherin von Bürger betonte unserer Zeitung gegenüber, dass dem Unternehmen mit „Wurzeln in Feuerbach“ die „emotionale Verbindung zu Stuttgart“ wichtig sei.
Um 22 Uhr ist Schluss
Eine frühe Version der Freilichtbühne wurde für die Reichsgartenschau 1939 auf dem ehemaligen Waldheimgelände der Straßenbahner gebaut. In den 1950er-Jahren erlebte die Bühne mit Musical- und Karl-May-Aufführungen eine erste Blüte, in den 60er- Jahren drohte sie zu verfallen. Nach einem Revival stand 2017 unter anderem wegen des baulichen Zustandes und Lärmbeschwerden von Anwohnern eine dauerhafte Schließung der Freilichtbühne Killesberg im Raum. Inzwischen müssen Konzerte dort um 22 Uhr enden, was die Beliebtheit der Arena beim Publikum und vielen Künstlern jedoch nicht zu schmälern vermochte.