Fußball Bezirksliga Nackenschlag für TSV Münchingen in letzter Sekunde

Der TSV Münchingen (in Schwarz) belagert das Tor des VfB Neckarrems – später verletzt sich VfB-Torwart Karoly Papes Mozes (hi.) und scheidet aus. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der TSV Münchingen kommt im Bezirksliga-Nachholspiel gegen den VfB Neckarrems nur zu einem 1:1 (0:0) – und bleibt damit tief im Tabellenkeller stecken.

Schlimmer geht’s nimmer – dieser Satz dürfte vielen Anhängern des TSV Münchingen am Sonntagabend in den Sinn gekommen sein, als das 1:1-Endergebnis im Nachholspiel des TSV gegen den VfB Neckarrems feststand. Die Gäste waren mit dem letzten Aufgebot angereist und konnten gerade einmal einen Kader von 13 Spielern aufbieten. Nachdem beide Ersatzspieler eingewechselt worden waren, verletzte sich Gäste-Torhüter Karoly Papes Mozes so schwer, dass ein Feldspieler zwischen die Pfosten des VfB-Gehäuses musste (55.).

 

Und dieser Hilfstorhüter wurde tatsächlich zum Matchwinner für die Gäste, als er in der Nachspielzeit nach einem Eckball, der aus einem Pressschlag resultierte, per Kopf zum 1:1-Ausgleich für seine Elf traf. „Ich bin ganz bitter enttäuscht“, sagte ein geknickter TSV-Trainer Ahmet Yenisen nach dem Schlusspfiff.

Es war nicht nur die unglückliche Entstehung des Ausgleichstreffers, die ihn wurmte, sondern auch der fahrlässige Umgang mit den eigenen Chancen. Gleich mehrfach waren Münchinger Angreifer allein auf den Gäste-Ersatzkeeper zugelaufen, der einmal gegen Lukas Tschentscher im Stile eines Handball-Torhüters stark parierte. Ansonsten überboten sich die TSV-Akteure aber im Auslassen von Großchancen und hatten zudem Pech, dass der Ball vom Innenpfosten und der Unterkante der Latte wieder zurück ins Feld prallte.

Notbremse – aber kein Rot für den VfB

Der einzige Treffer der Gastgeber resultierte aus einem Foulelfmeter, den Tim Schlichting in der 58. Minute nach einem Foul an Steffen Butz verwandelte. „Eigentlich hätte der VfB-Verteidiger die Rote Karte sehen müssen, das war eine Notbremse“, meinte Coach Yenisen. Vor allem in der zweiten Halbzeit bot sich den Münchingern eine Vielzahl an Chancen gegen nachlassende Gäste.

Der TSV vergibt drei Großchancen

Im ersten Durchgang hatte Neckarrems dem TSV das Spiel über weite Strecken überlassen und lauerte auf Ballverluste, um den schnellen Stürmer Max Stumm in Szene zu setzen. Doch auch in den ersten 45 Minuten hatte Münchingen drei Großchancen, die beste vergab Schlichting, der den Ball aus fünf Metern über die Latte köpfte. „Insgesamt war es unglaublich naiv, wie wir die Chancen liegen gelassen haben. So wird es mit dem Klassenverbleib schwierig“, lautete das Schlussfazit von Coach Yenisen.

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