Fußball Landesliga TSV Heimerdingen findet mit Torespektakel zurück in Erfolgsspur

Aller Anfang ist schwer: Der TSV Heimerdingen lag nach dem Treffer von Marius Doderer (li.) früh zurück – am Ende siegte das Team um Torhüter Lukas Emmrich (Mi.). Foto: Baumann/Alexander Keppler

Fußball-Landesligist TSV Heimerdingen bietet nach der unerwarteten Niederlage in Oeffingen beim spektakulären 6:3(3:2)-Erfolg gegen den TSV Crailsheim eine Gala.

Sechs Begegnungen ohne Niederlage zwischen dem achten und 13. Spieltag hatten den TSV Heimerdingen an die Tabellenspitze der Landesliga gebracht. Am vergangenen Wochenende riss die Serie beim Kellerkind FV Oeffingen mit 1:2 – das scheint nur ein Ausrutscher gewesen zu sein. Gegen den TSV Crailsheim gelang den Grün-Weißen die Wiedergutmachung mit einem 6:3-Erfolg. „Für die Zuschauer war es ein Spektakel. Aber ich schaue heute nicht auf die drei Gegentore, sondern bin zufrieden, dass die Mannschaft sofort den Hebel umgelegt und nach der Niederlage eine Reaktion gezeigt hat“, sagte Heimerdingens Trainer Daniel Riffert. Und zwar gegen eine Mannschaft, die mit einem eigenen Sieg bis auf drei Punkte an die Tabellenspitze herangekommen wäre.

 

Welche Qualität die Gäste haben, zeigten sie in der Anfangsphase: Nach einem Heimerdinger Ballverlust im Spielaufbau leiteten sie mit zwei schnellen Pässen einen Konter ein, den Marius Doderer zum 0:1 (4.) abschloss. Wenige Minuten später hatten die Gastgeber Glück, dass der Unparteiische nicht auf Strafstoß für Crailsheim entschied: Nach einem zu zögerlichen Eingreifen von Collins Oniha musste TSV-Schlussmann Lukas Emmrich retten und traf dabei Ball und Kopf des Gegenspielers. „Wenn es Foulelfmeter gegeben hätte, hätten wir uns nicht beschweren dürfen“, räumte Riffert ein.

Stattdessen jubelten kurz darauf die Heimerdinger zum ersten Mal: Torjäger Lars Ruckh köpfte nach einer Flanke von Salvatore Pellegrino zum 1:1 (9.) ein. Lange währte die Freude über den Ausgleich allerdings nicht: In der 24. Minute verhielten sich die TSV-Akteure bei einem Angriff der Gäste zu passiv, Luca Blümlein schlenzte den Ball aus 20 Metern zur zweiten Führung für Crailsheim in die Maschen.

Lars Ruckh mit Saisontor Nummer neun

Heimerdingen ließ sich jedoch auch vom zweiten Rückstand nicht beirren und drehte die Begegnung noch vor der Pause: In der 34. Minute nutzte Gabriel Fota die Verwirrung im Crailsheimer Strafraum. Nachdem ein Eckball zweimal zu kurz geklärt worden war, glich der Routinier im dritten Nachschuss zum 2:2 aus. Für die 3:2-Halbzeitführung sorgte Ruckh mit seinem neunten Saisontreffer kurz vor Pause: Einen Freistoß von der rechten Seite aus 20 Metern zirkelte er ins Eck. Dabei machte Crailsheims Keeper Lars Albig allerdings keine gute Figur.

Mit einem weiteren Freistoßtreffer kam Heimerdingen zum 4:2: Der von Pellegrino aus dem Halbfeld getretene Ball segelte in der 53. Minute über Freund und Feind hinweg ins lange Eck. Die Vorentscheidung verpasste Ruckh, als er nach einem Ballgewinn von Martin Kuchtanin frei vor dem Rutesheimer Tor stand, seinen Heber jedoch über das Tor setzte. So wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend, da der heimische TSV in der 78. Minute Matti Bunk nicht energisch genug bei seinem Solo angriff und der aus 20 Metern zum 4:3 verkürzen konnte.

Robin Reichardt kehrt zurück und trifft

Zum Matchwinner wurde Robin Reichardt, den Riffert in der 82. Minute erstmals nach seiner langen Pause nach der schweren Schulterverletzung einwechselte: Erst drückte er den Ball aus kurzer Distanz nach schöner Vorarbeit von Ruckh über die Linie (89.), in der Nachspielzeit nahm er einen von Haris Gudzevic im Crailsheimer Strafraum behaupteten Ball auf und schloss zum 6:3 ab. „Es ist natürlich eine schöne Pointe, dass Robin gleich zwei Treffer erzielt hat. Ich habe ihn gebracht, um noch mal Tempo ins Spiel zu bringen“, meinte Riffert, der trotz der drei Gegentore mit dem Spiel seiner Elf gegen den Ball zufrieden war. „Wir hatten über 70 Minuten die Kontrolle, haben viele zweite Bälle gewonnen und abgesehen von den drei Toren nicht viel zugelassen“, fand er. TSV Heimerdingen: Emmrich – Pellegrino, Bortel, Geppert, Oniha (64. Baumeister) – Yumurtaoglu (82. Reichardt), Coelho (93. Bytyci), Muratlar (62. Gudzevic), Kuchtanin, Fota – Ruckh.

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