Wenn es um das Smartphone oder den Tablet-PC geht, sind die Nutzer leicht zu frustrieren. Wie leicht, zeigen nun Psychologen aus Berlin. Dabei seien Menschen kreativer, wenn sie positiv gestimmt sind, sagen die Forscher.

Berlin - Beim Umgang mit Smartphone, Laptop und Co. sind gute Gefühle offenbar von kürzerer Dauer als Frust. Das geht aus einer Untersuchung der Technischen Universität (TU) Berlin hervor, bei der Psychologen Gefühle bei der Mensch-Technik-Interaktion untersuchten und die Folgen bewerten. Denn: „Gefühle entscheiden über Akzeptanz, Nutzung und die Bewertung technischer Produkte“, sagt der Psychologe Nils Backhaus.

In ihrem Versuch ließen Backhaus und sein Kollege Stefan Brandenburg die Probanden zunächst ein Hindernis-Rennen an der Spielkonsole machen: Eine Gruppe fuhr eine Runde mit hoher Fehlertoleranz und kam mit bester Laune heraus. Für die zweite Gruppe war es sehr viel schwerer, den Parcours erfolgreich zu durchfahren. „Dementsprechend frustriert waren die Probanden nach zehn Minuten“, berichtet Backhaus.

In diesen unterschiedlichen Stimmungen mussten nun beide Gruppe identische, einfache Aufgaben am Tablet erfüllen, etwa einen Kontakt eintragen und die Helligkeit justieren. Das Ergebnis: die Laune der gerade noch Gutgestimmten sackte ebenfalls in den Keller. Die Frustrierten blieben unverändert genervt.

Fazit der Forscher: Die Nutzer würdigen nicht, dass Technik funktioniert, sondern setzen dies voraus. Umso wichtiger sei es, dass die Benutzung eines technischen Gerätes positiv erlebt werde. „Und positive Emotionen, das hat die Forschung nachweisen können, verbessern die Informationsaufnahme. Ist der Mensch positiv gestimmt, ist er kreativer“, hält Brandenburg fest.

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