Gastronomie in Stuttgart-Plieningen In die frühere Post zieht ein Döner-Imbiss

Über der ehemaligen Postbankfiliale am Wollgrasweg hängt seit Kurzem wieder ein gelbes Schild – das weißt allerdings nicht auf die Post hin. Foto: Caroline Holowiecki
Über der ehemaligen Postbankfiliale am Wollgrasweg hängt seit Kurzem wieder ein gelbes Schild – das weißt allerdings nicht auf die Post hin. Foto: Caroline Holowiecki

In die geschlossene Postbank-Filiale an der Garbe in Stuttgart-Plieningen zieht ein Döner-Imbiss ein. Der Betreiber ist kein Unbekannter in Stuttgart-Birkach.

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Plieningen - Nur die Farbe stimmt. Über der ehemaligen Postbankfiliale am Wollgrasweg in Plieningen hängt seit Kurzem wieder ein gelbes Schild. Doch statt des bekannten Logos steht dort Antep Ocakbasi. Esref Karagöz, der Mann, der dahintersteckt, erklärt: Antep bezeichne eine Stadt in Anatolien, Ocakbasi stehe für Küche oder Grill. Hier wird ein Holzkohlegrill-Restaurant eröffnen, in dem anatolische Spezialitäten serviert werden. „Da schmeckt man die Natur“, sagt er. Der Betreiber ist kein Unbekannter. Esref Karagöz hat bis vor einigen Monaten einen Imbiss in Stuttgart-Birkach geführt – fast zehn Jahre lang. Auch ein Eiscafé hat der gelernte Bäcker eine Zeit lang im Bezirk betrieben. Nun will der Gastronom sich in Plieningen probieren. Aus zwei Gründen, wie er sagt. „Ich wohne da“, außerdem sei der Standort vielversprechend. Von der Bus- und der Stadtbahn-Haltestelle gegenüber verspricht er sich Laufkundschaft, außerdem sei ja die Uni nicht weit. „Wir wollen das Gebiet verbessern. Dort fehlt ein Restaurant“, sagt der 50-Jährige.

2018 hat die Postbank hier ihre Filiale geschlossen

Die Postbank hat im August 2018 geschlossen. Hier konnte man Leistungen von Postbank, Deutscher Post und DHL in Anspruch nehmen. Eine Packstation gibt es am Wollgrasweg noch, wer aber sonstige Postgeschäfte erledigen möchte, muss an die Scharnhauser Straße. Unter einigen Bürgern hatte das Unmut hervorgerufen. Der Wirt möchte dennoch im Guten starten. „Ich habe mich schon den Nachbarn vorgestellt.“ Zwar klingt das, was auf dem gelben Schild steht – Döner, Pide, Lahmacun – nach einem klassischen Imbiss, doch der Chef betont: „Es wird ein schönes Restaurant.“ Man werde sich gemütlich setzen und auch mal eine Suppe essen können. Noch wird umgebaut, die Scheiben sind zugeklebt. Es gebe viel zu tun. Mitte September möchte Karagöz eröffnen. Wenn bis dahin alles klappt, schiebt er nach. Er sagt: „Viele warten auf uns.“




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