Geheimnisse des Waldes Sein wie ein Baum

Von Tom Hörner 

„Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern“, schrieb Bernhard von Clairvaux. Wir haben uns auf die Suche gemacht und stellen Ihnen Besonderheiten aus den Wäldern rund um Stuttgart vor. Dieses Mal: Eine Anregung zu einem Waldspaziergang.

Verträumte Ecke:  Dürrbachquelle bei Stuttgart-Rohracker. Foto: Steinert
Verträumte Ecke: Dürrbachquelle bei Stuttgart-Rohracker. Foto: Steinert

Stuttgart - „Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern“, schrieb Bernhard von Clairvaux. Wir haben uns auf die Suche gemacht und stellen Ihnen Besonderheiten aus den Wäldern rund um Stuttgart vor. Dieses Mal: Die Anregung zu einem Waldspaziergang.

Noch ist das Blätterdach der Wälder nicht dicht – und so geben wir gern die Anregung von Frau Anita-M. Kraysek zu einem Spaziergang durch den lichten Frühlingswald weiter. Die Leserin schreibt:

„Seit Jahren gehe ich mit Freunden und unseren Hunden gern ins Dürrbachtal in Richtung Wangener Höhe. Besonders im Frühjahr, wie auch jetzt wieder, sieht man in dem kleinen Wildbach Enten schwimmen und kann das Laichen der Frösche und Unken beobachten. Überraschend ist und war das Erscheinen von Rehen, die zwischen Tannen lautlos äsen. Vogelgezwitscher begleitet uns den ganzen Waldweg und mir fällt ein Satz aus Ulrich Schäfers Buch „Sein wie ein Baum“ ein: ,Ich lehne mich an die Bäume an, an die Weisheit ihrer Erfahrung.’

Vogelgezwitscher begleitet uns

Man kann gut verstehen, dass auch jemand den Zerfall eines liegen gebliebenen Vehikels bewundert, wie das neulich in dieser Wald-Serie geschah – obwohl ich, man nehme mir das nicht übel, bis heute nicht verstehen kann, dass das zuständige Forstamt diesen Müll von rostigen Eisenstangen und Gummireifen nicht entsorgen ließ. Abschließend ein Spruch des libanesischen Dichters und Philosophen Khalil Gibran: „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“

Die Wangener Höhe und die Hänge des Dürrbachtals in Rohracker sind von einem dichten Netz historischer Pflasterwege durchzogen, die einst der Bewirtschaftung dienten. Das Dürrbachtal erreicht man mit der Buslinie 62, die über die S-Bahn-Haltestelle Obertürkheim verkehrt.

Welche Waldgeheimnisse kennen Sie? Wir sind gespannt. Schreiben Sie uns per Mail (lokales@stzn.de) oder per Post: Zentralredaktion, Postfach 10 44 52, 70 039 Stuttgart, Stichwort: Wald.

Sonderthemen