Gemeindepartnerschaft von Friolzheim Papier, das man jetzt mit Leben füllen muss

Seit November 2017 arbeitet Bürgermeister Michael Seiß (l.) an der Gemeindepartnerschaft. Foto: Gemeinde Friolzheim
Seit November 2017 arbeitet Bürgermeister Michael Seiß (l.) an der Gemeindepartnerschaft. Foto: Gemeinde Friolzheim

Die Partnerschaft mit dem italienischen Vezzano sul Crostolo ist beschlossene Sache.

Friolzheim - Die Entwicklung einer Gemeindepartnerschaft von Friolzheim mit dem norditalienischen Vezzano sul Crostolo hat eine weitere Hürde genommen. Jetzt hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages beschlossen. Festakte zur Besiegelung der Vereinbarung sollen am 11. November in Vezzano sul Crostolo im Rahmen des dortigen Sankt-Martinsfestes sowie am 1. Dezember in Friolzheim am Vorabend des Weihnachtsbasars stattfinden.

„Man muss es doch einfach angehen“

„Es ist nur ein Stück Papier, es muss mit Leben gefüllt werden“, erklärte aber Bürgermeister Michael Seiß. Hierzu sind die Friolzheimer und ihre potenziellen Gemeindepartner seit fast drei Jahren auf einem guten Weg. „Es haben sich schon ohne Vorgaben Kontakte und Besuche entwickelt“, sagte FWV-Gemeinderat Michael Welsch. „Man muss es doch einfach angehen“, wollen auch CDU/BL-Mann Rainer Benzinger und seine Fraktionskollegen den eingeschlagenen Weg mit Besuchen und Gegenbesuchen von Italienern und Friolzheimern – Vertretern von Gemeinderat, -verwaltung, Vereinen und katholischer Kirchengemeinde – in den vergangenen Jahren fortsetzen. Grundlage für die weitere Entwicklung und Ausgestaltung der freundschaftlichen Beziehungen nach Norditalien waren Anträge und Bemühungen der Fraktionen CDU/Bürgerliste (BL) sowie Freie Wähler.

Unterzeichnung am Martinsfest

„Das ist heute Abend nicht das Thema“, konterte Bürgermeister Michael Seiß dagegen Hinweise aus den Reihen von „Wir für Friolzheim“ (WFF) aufs möglicherweise zu knappe Budget von 5000 Euro jährlich für Friolzheimer (Vereins-)Besuche in Vezzano sul Crostolo. Bereits bei vergangenen Sitzungen zum Thema hatte WFF-Rätin Barbara Merz-Schabel ebenso wie der fraktionslose Andreas Schur die generelle Wichtigkeit einer solchen Partnerschaft für die Friolzheimer Bürgerinnen und Bürger in Frage gestellt und Schur bemängelte zudem wie so oft mangelnde Transparenz. „Im Freundschaftskomitee kann jeder mitarbeiten“, hielt Michael Welsch dagegen.

Nächstes Treffen ist am 24. September und außerdem will die Gemeinde auch die Bevölkerung schon bald über die neueste Entwicklung in Richtung Gemeindepartnerschaft mit Vezzano sul Crostolo unterrichten.




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