Geständnis Nachbar überfuhr Neuseelands „First Cat“ Paddles

Von red/dpa 

Vor 20 Monaten wurde die Katze von Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern überfahren. Nun hat ein Nachbar ein öffentliches Geständnis abgelegt. Allerdings teilte er dies der Politikerin schon viel früher mit.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern wusste schon früh, wer ihre Katze überfahren hat. Foto: Yoan Valat/EPA/AP/dpa
Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern wusste schon früh, wer ihre Katze überfahren hat. Foto: Yoan Valat/EPA/AP/dpa

Auckland - Gut 20 Monate nach dem Tod von Neuseelands „First Cat“ Paddles hat ein Nachbar öffentlich eingeräumt, die Katze von Premierministerin Jacinda Ardern überfahren zu haben. Er habe das Tier Ende Oktober 2017 beim Rückwärts-Ausparken aus seiner Auffahrt unweit von Arderns Haus in Auckland überrollt, berichtete der Mann dem Webportal „Stuff“ am Mittwoch. Der Unfall ereignete sich kurz nach Arderns Amtsantritt als Regierungschefin des Inselstaates.

Bis zu dem Moment hatte die rotweiße Katzendame eine kurze, aber steile Karriere im Internet hingelegt und mit ihrem Twitter-Account @FirstCatofNZ in wenigen Tagen mehr als 11 000 Follower gefunden. Als Ardern und ihr Lebensgefährte Clarke Gayford Paddles Unfalltod bekannt gaben, trauerte die Fangemeinde im Netz mit.

Anruf von Ardern

Anders als der Rest der Welt wussten die berühmten Halter schon kurz nach dem Unglück, wer Paddles überfahren hatte, berichtete der bei „Stuff“ schlicht Chris genannte Nachbar. Er habe Gayford informiert, nachdem er herausgefunden habe, wem die Katze gehörte. Seine Kinder schrieben eine Beileidskarte und baten darin, „ihren Vater nicht ins Gefängnis zu schicken“.

Überrascht habe ihn Ardern (38) mit einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Sie habe sich für die Karte bedankt und gesagt, „tut mir leid, dass du das durchmachen musstest“, erzählte Chris. „Es war extrem nett von ihr, sich zu vergewissern, dass es mir gut geht, nachdem ich ihre Katze überfahren habe.“

Gute Nachrichten gab es für Chris auch im Netz, und zwar vom „Geist von Paddles“ persönlich, wie der Twitter-Account mittlerweile heißt. Dort hieß es zum geteilten „Stuff“-Artikel: „Ich vergebe dir.“