Gesundheitsminister Spahn über den Impffortschritt Rund jeder zweite Erwachsene in Deutschland einmal geimpft

Gesundheitsminister Jens Spahn spricht in Berlin über den Impffortschritt (Archivbild). Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ
Gesundheitsminister Jens Spahn spricht in Berlin über den Impffortschritt (Archivbild). Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ

Etwa 50 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland sind bisher mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, erklärt Jens Spahn in Berlin. Wie viele geimpft sein müssen, um die Beschränkungen aufgehoben werden können.

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Berlin - In Deutschland ist rund jeder zweite Erwachsene mindestens einmal gegen Corona geimpft. „Insgesamt haben wir etwa 50 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland bisher mit einem ersten Impfangebot, also mit einer Erstimpfung erreichen können“, sagte Spahn am Dienstag in Berlin.

Die meisten Menschen in Deutschland, die sich impfen lassen wollen, kämen früh im Sommer an die Reihe, sagte Spahn. „Wir werden jetzt im Juni, im Juli und im August weitere 50 Millionen Dosen allein vom Hersteller Biontech bekommen und verimpfen können. Das macht es möglich, einen Großteil der Impfwilligen relativ früh in diesem Sommer impfen zu können.“

Vor allem viele Über-60-Jährige sind geimpft

Bei stärker von einem schweren Corona-Verlauf bedrohten Menschen sei die Impfkampagne dank der noch bis kommenden Montag gültigen Priorisierung, also der Impfung nach Vorranggruppen, besonders weit. „Rund 80 Prozent aller Über-60-Jährigen sind bereits einmal geimpft“, sagte Spahn.

Insgesamt haben 43 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Erstimpfung und 17,6 Prozent den vollen Impfschutz. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, die Impfungen alleine reichten noch nicht, um Corona-Einschränkungen aufheben zu können. „Um auf Maßnahmen verzichten zu können, müssen mehr als 80 Prozent vollständig geimpft sein.“

Auch Jugendliche sollen sich impfen lassen können

Nach der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auch für Kinder ab 12 Jahren könnten sich auch Angehörige dieser Altersgruppe grundsätzlich impfen lassen, sagte Spahn. Ziel sei, bis Ende August auch den 12- bis 18-Jährigen das Angebot mindestens für die erste Impfung gemacht zu haben. Es bleibe eine individuelle Entscheidung der Kinder und Jugendlichen, ihrer Eltern und Ärztinnen und Ärzte. Bund und Länder hatten festgelegt, dass sich Kinder ab 12 Jahren in Deutschland vom 7. Juni an impfen lassen dürfen.

Aktuell beteiligen sich nach Angaben Spahns rund 70 000 Arztpraxen an den Corona-Impfungen. Vom 7. Juni an können sich auch Beschäftigte von den Betriebsärzten in Tausenden Betrieben gegen Corona impfen lassen.




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