Gewitter über der Hauptstadt Berliner Feuerwehr ruft den Ausnahmezustand aus

Von red/dpa 

Das für Montag angekündigte Gewitter hat besonders heftig über der deutschen Hauptstadt zugeschlagen. Die Berliner Feuerwehr muss sogar den Ausnahmezustand ausrufen.

In Berlin schlug das Unwetter am Montag heftig zu. Foto: Paul Zinken/dpa
In Berlin schlug das Unwetter am Montag heftig zu. Foto: Paul Zinken/dpa

Berlin - Über Berlin ist am Montag ein kurzes, aber heftiges Gewitter hinweggezogen. Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus, es blieb aber bei kleineren Schäden, wie ein Sprecher am Abend sagte. Wegen der zahlreichen Anrufe rief die Behörde aber um 17.45 Uhr den Ausnahmezustand aus. Das bedeutet, dass Einsätze je nach Wichtigkeit bearbeitet werden, nicht nach der Zeit der eingehenden Notrufe. Gegen 20.45 Uhr wurde der Ausnahmezustand wieder aufgehoben, wie ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Während des Ausnahmezustands verzeichnete die Feuerwehr etwa 180 wetterbedingte Einsätze - und bat die Berliner, sich um kleinere Schäden wie voll gelaufene Keller oder Garagen selbst zu kümmern, wie ein Sprecher sagte.

Brände wegen Blitzeinschlag

In den Stadtteilen Rudow und Britz gerieten durch Blitzeinschlag zwei Einfamilienhäuser in Brand, Verletzte gab es aber nicht, wie ein Feuerwehr-Sprecher sagte. Die Brände waren schnell gelöscht. Im Osten von Berlin war infolge von Blitzeinschlägen der regionale Bahnverkehr beeinträchtigt.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte am Montagabend, dass der Regionalverkehr nur bis Lichtenberg und nicht bis Ostkreuz fahren könne - Fahrgäste mussten auf diesem Streckenabschnitt auf S-Bahnen umsteigen. Zeitweise kam es auch zu Störungen in Berlin-Rummelsburg - dort seien aber nur Abstellfahrten ohne Fahrgäste betroffen gewesen, so der Sprecher.

Auch Flughafen Tegel betroffen

Auf einzelnen Straßenbahn- und S-Bahnstrecken führte der starke Gewitterregen zu Verspätungen und Ausfällen. Betroffen waren nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe mehrere Straßenbahnlinien in den Stadtteilen Köpenick und Schöneweide. Laut S-Bahn war der Verkehr zwischen Tegel und Schönholz für einige Zeit beeinträchtigt.

Am Flughafen Tegel wurde die Abfertigung kurz unterbrochen. Auf dem Flughafen Schönefeld kam es wegen des Gewitters zu Verzögerungen.

Im gesamten Stadtgebiet fielen einige Ampeln aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. Autofahrer wurden gebeten, vorsichtig an die betroffenen Kreuzungen heranzufahren.