Glemstalschule Streit auch wegen Kosten für Neubauprojekte

Von Julia Schweizer 

Die Ausgaben für die Glemstalschule steigen, der Etat für 2015 ist mehr als eine Million Euro schwer, soviel geht aus dem Haushaltsplan hervor. Die größte Steigerung verzeichneten die Planungsraten, erklärte der Schwieberdinger Kämmerer Manfred Müller. Von 380 000 Euro seien 180 000 für das Container-Provisorium für die Mensa vorgesehen, der Rest für einen Projektsteuerer. Dieser soll klären, ob die Mensa erweitert oder neu gebaut werden soll, welche zusätzlichen Schulräume benötigt und wo am bestehenden Gebäude saniert werden muss.

Vor allem die 200 000 Euro fanden ihre Kritiker. Viel zu hoch sei das für Vorplanungen, sagte Jörg Haspel (Freie Wähler), der sich lieber einen Kostenrahmen für das Bauprojekt wünschte. „Mit Gewalt wollen wir das nicht ausgeben“, entgegnete Nico Bürgermeister Lauxmann, zumal man erst Angebote einholen werde. Man mache das in Schwieberdingen oft so, dass man der Verwaltung mehr bewillige, sprang ihm der Freie Wähler-Rat Hans-Peter Birkhold zu Hilfe. Was Wilfried Gentner (CDU) zu der Forderung einer geringeren Planungssumme brachte. Dass der Platz nicht ausreicht, ist zwar unbestritten, selbst Fachräume sind Klassenzimmer, die Zehnerstufe in die benachbarte Werkrealschule ausgelagert. „Wir sind von Neubauten nicht so begeistert“, ergänzte Gentner. Denn dafür schwebten Kosten von zwei Millionen Euro im Raum. „Beton bildet nicht“, sagte er.

Doch wie schon zuvor votierte das Gremium einstimmig für die Verwaltungspläne. Diese sehen auch vor, die Gemeinderäte stärker einzubinden, jeweils zwei aus beiden Orten sollen die bestehende Projektgruppe aus den Verwaltungsspitzen ergänzen. Denn für die Erweiterung wird es noch viele Sitzungen geben. Und die Zeit drängt, zumal die Mensa im Herbst mehr Plätze haben muss. Container, so Lauxmann, seien derzeit aber schwierig zu bekommen.




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