Global Marijuana March in Stuttgart Mit Reggae-Musik und Plakaten für Cannabis-Legalisierung

Von Julia Schenkenhofer 

Unter dem Motto „Gesundheit statt Strafverfolgung“ fand am Samstag in Stuttgart zum fünften Mal der „Global Marijuana March“ statt. Mit Reggae-Musik und Plakaten standen die Demonstranten für die Cannabis-Legalisierung ein.

In Stuttgart und vielen weiteren Städten weltweit gingen für den „Global Marijuana March“ Demonstranten auf die Straßen. Foto: Lichtgut-Oliver Willikonsky 10 Bilder
In Stuttgart und vielen weiteren Städten weltweit gingen für den „Global Marijuana March“ Demonstranten auf die Straßen. Foto: Lichtgut-Oliver Willikonsky

Stuttgart - Bunte Plakate und Reggae-Musik dominierten am Samstagnachmittag das Bild auf dem Stuttgarter Marktplatz. Nach Schätzungen der Polizei hatten sich hier rund 230 Menschen versammelt, um für die Legalisierung von Cannabis zu demonstrieren.

Der jährliche „Global Marijuana March“ fand zeitgleich in etwa 20 weiteren deutschsprachigen Städten statt. „Die Legalisierung ist lange überfällig. Man muss auch mal fünf gerade sein lassen, denn es gibt schlimmeres als Cannabis“, so Dennis Herberg vom Cannabis Club Stuttgart, der die Veranstaltung organisierte.

Betonung auf Vorteile der Legalisierung

Dieser Meinung sind auch die Teilnehmer, die neben den persönlichen Vorlieben vor allem die Vorteile der Legalisierung für die Gesundheit und die Gesellschaft betonen: „Ich selbst rauche seit vielen Jahren nicht mehr. Aber aus medizinischer Sicht finde ist es absolut sinnvoll. Meine Mutter hatte Krebs, das hat mich aufwachen lassen. Denn bei solchen Krankheiten hilft der Konsum gegen die Schmerzen. Momentan werden viele kranke Menschen, die Cannabis zur Schmerzlinderung konsumieren, allerdings in die Kriminalität geschoben. Das finde ich falsch“, sagt eine Demonstrantin passend zum diesjährigen Motto des Marsches: „Gesundheit statt Strafverfolgung“.

Ein Mitdemonstrant ergänzt: Es gibt keinen Grund den Konsum von Cannabis zu verbieten, schließlich schadet man damit keinem anderen Menschen.“ Außerdem könne durch die Legalisierung die Jugend besser geschützt werden: „Ein Dealer fragt nicht nach dem Ausweis, die Apotheke schon“, so der 19-jähriger Pforzheimer weiter.

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