Es ist soweit: Die aktuelle Staffel der RTL-Reality-Show "Temptation Island" hat ihren ersten Fremdgänger. Gloria Glumac aus Rottenburg spricht mit unserer Redaktion über den "Schock" bei den Dreharbeiten.

Rottenburg - Marc-Robin und Michelle haben die Beziehungsprobe nicht bestanden. In den Folgen neun und zehn konnte ganz Fernseh-Deutschland beobachten, wie der 26-jährige Verführerin Laura nicht widerstehen konnte. "Ich geh jetzt in mein Schlafzimmer, du klopfst, eine Minute. Und komm ohne Mikro...", so die verhängnisvollen Worte, die den Betrug belegen.

Starke Nerven reichen nicht

Mittendrin im Temptation-Zirkus: Gloria und Nikola Glumac aus Rottenburg. "Von Marc-Robin habe ich es am wenigsten erwartet", berichtet Gloria im Gespräch mit unserer Redaktion. "Ich war einfach geschockt und habe Angst bekommen, dass mir dasselbe passieren könnte." Dass die Bilder heftig ausfallen würden, war der 28-Jährigen bereits nach der Ankündigung von Moderatorin Lola Weippert klar: "Bringt starke Nerven zum Lagerfeuer mit", hieß es von der Rottweilerin.

Doch bei den Ereignissen in der Männervilla helfen auch Nerven aus Drahtseilen nicht: "Dabei dachte ich, Marc-Robin sei der schlauste von den vergebenen Männern", erzählt Gloria im Nachgang. Sie habe mit Michelle mitgelitten. Doch auch für die Rottenburgerin war das dritte Lagerfeuer nicht ohne. "Ich war superemotional."

Niko war nämlich erneut kein Unschuldslamm und kuschelte mit Single-Ladies auf den Sonnenliegen. "Kuscheln war klar gegen unsere Absprache. Auch wenn es nicht im Bett war." Diese Vereinbarung habe ihr Ehemann klar gebrochen, weshalb auch Tränen flossen. "In dieser Szene kann man sehen, dass ich mit den Nerven am Ende war. Ich wollte die restlichen Tage einfach irgendwie hinter mich bringen."

Sex gegen Massage

Dieses Gefühl habe sich an Tag elf oder zwölf des insgesamt zwei Wochen andauernden Beziehungstests bei der 28-Jährigen eingestellt. Die intensiven Massagen von einer Single-Lady an ihrem Ehemann habe sie da weniger gestört. In der Ehe Glumac lautet nämlich die Devise: Sex gegen Massage. "Wir haben da einen Kompromiss. Als Einstimmung zum Sex massiert mich Niko, damit ich runter komme und in Stimmung bin." Das Problem: Niko will nahezu täglich – oder sogar mehrmals täglich – Sex. Gloria aber würde das Liebesspiel nur ein- oder zweimal in der Woche bevorzugen, dafür aber qualitativ hochwertiger.

"Da haben wir eben vereinbart. Damit er Sex bekommt, muss er mich massieren. So ist es ein Geben und Nehmen. Das darf man nicht zu Ernst nehmen." Von anderen Paaren habe sie bereits Ähnliches gehört.

"Stimmung war am Boden"

Zurück zum Geschehen am Bildschirm. Wie ging es nach der Fremdgeh-Szene weiter? "Die Stimmung war am Boden. Das Thema war durch", so Gloria. Die Partys in der Männervilla seien ohnehin auf einem anderen Level gewesen als bei den vergebenen Frauen. "Wir haben von allem was die Jungs gemacht haben nur die Kindergartenversion geboten."

Was die 28-Jährige damit meint? Zum Beispiel die Szenen auf dem Partyboot, als Niko blank gezogen und mit den Verführerinnen in der Ägais gebadet hat. "Bei uns sind nur die Single-Männer nackt ins Wasser gesprungen. Ich hätte mich das nicht getraut." Gleiches gelte für die Feiern in den Villen. "Ich wollte einfach nicht, dass Niko schlimme Bilder von mir sieht." Diese Gedanken hatte ihr Ehemann weniger.

"Würde mich nochmal darauf einlassen"

"Ich habe oft darüber nachgedacht abzubrechen", gesteht Gloria im Nachgang. Mir kamen Gedanken: Warum nehme ich dafür Urlaub? Ist das die Aufregung wert? Schließlich habe sie Niko zuliebe mitgemacht. Dennoch: "Ich würde mich nochmal auf das Experiment einlassen." Dann würde die Rottenburgerin die zwei Wochen aber wie Niko in vollen Zügen genießen und sich keinen Kopf machen. Über ihre Beziehung habe sie einiges gelernt. Wenn auch die Single-Ladys ihrem Gatten sehr in Watte eingepackt hätten. "Da ist für Niko eine völlig falsche Wahrnehmung entstanden." Das konnte die 28-Jährige Zuhause dann wieder selbst in die Hände nehmen. Ob es soweit überhaupt kam? Die jüngste Folge beweist nämlich: Kein Paar darf sich bei "Temptation Island" zu sicher fühlen.