Göppingen Die exotischen Kirchen wachsen

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Die syrisch-orthodoxe Gemeinde St. Afrem baut eine Kirche und ein Gemeindezentrum an der Fils. Die Partnergemeinde hat schon länger ein eigenes Gotteshaus.

Die Kirche soll fast direkt an der Fils entstehen. Foto: yann
Die Kirche soll fast direkt an der Fils entstehen. Foto: yann

Göppingen - Neubauten von Kirchen sind schon lange eine Seltenheit, trotzdem wird es in Göppingen voraussichtlich bald eine neue Kirche geben: Die St.-Afrem-Gemeinde plant den Bau einer Kirche samt Gemeindezentrum an der Fils in Faurndau. Bisher ist die Gemeinde mit ihren Gottesdiensten meist in der Stiftskirche in Faurndau zu Gast, ab und zu auch in anderen Kirchen.

Kirche von der evangelischen Gemeinde im Bodenfeld übernommen

„Unsere Gemeinde feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen – und sie wächst beständig“, berichtet Cüneyt Jacob vom Kirchengemeinderat. Deshalb wolle man mit dem Neubau vor allem die Zukunft sichern. Hinzu komme, dass es – speziell an wichtigen Feiertagen – häufig Parkprobleme gebe. „Die meisten Faurndauer können ja zu Fuß in die Stiftskirche gehen. Aber unsere Gemeindemitglieder kommen aus einem viel größeren Umkreis“, berichtet er. In dem kleinen Dorfzentrum sei das manchmal schwierig. Deshalb achte man bei dem Neubau auch darauf, genügend Parkplätze vorzuhalten.

Auch viele andere orthodoxe Gemeinden wachsen. So hat etwa die Schwestergemeinde St. Jakob bereits vor fünf Jahren die Martin-Luther-Kirche im Bodenfeld von der Evangelischen Kirche übernommen. Diese war froh, die für ihre wenigen Gottesdienstbesucher viel zu groß gewordene Kirche an andere Christen verkaufen zu können. In Bartenbach hat Anfang Juni die armenisch-apostolische Gemeinde die evangelische Dorfkirche offiziell übernommen – genutzt hatte sie das Gotteshaus indes schon lange.

Stadt plant zusätzlich einen Fuß- und Radweg und Sitzstufen an der Fils

Bis die orthodoxen Christen in ihr neues Gemeindezentrum in Faurndau einziehen können, dauert es indes noch eine Weile. Der Gemeinderat hat vor einigen Wochen das Bebauungsplanverfahren für das Gelände zwischen der Fils und der Filsstraße bei Faurndau eingeleitet. Jacob rechnet damit, dass das Verfahren Ende des Jahres abgeschlossen ist und die Kirchengemeinderäte das Projekt dann weiter vorantreiben können.

Die Entwürfe sehen eine 500 Quadratmeter große Kirche sowie ein Gemeindezentrum vor. Außerdem sollen 110 Parkplätze in dem Gebiet geschaffen werden, das sich direkt an der Fils befindet. Die Stadt plant zudem, entlang des Flusses einen Geh- und Radweg zu bauen, das bisher nicht zugängliche Filsufer soll mit terrassenförmig angelegten Sitzstufen erlebbar gemacht werden.




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