Nur noch eine Geldfrage: Mario Gomez wird nach vier Jahren den deutschen Rekordmeister verlassen und zum AC Florenz abwandern – sobald sich beide Clubs über die Höhe der Ablösesumme geeinigt haben.

Mario Gomez (27) sitzt auf gepackten Koffern. Nach vier Jahren beim FC Bayern wird der Nationalstürmer den deutschen Rekordmeister verlassen und nach Italien zum AC Florenz abwandern – vorbehaltlich einer endgültigen Einigung der beiden Clubs, die noch über die Höhe der Ablösesumme verhandeln. Bei gut 20 Millionen Euro dürften sich die Parteien treffen.

 

Den Wunsch, nach Florenz gehen zu wollen, äußerte Gomez im kleinen Kreis bereits unmittelbar nach dem 2:1-Sieg der Bayern im Champions-League-Finale am 25. Mai gegen Dortmund. In München sah er keine Perspektive mehr, da er schon in der vergangenen Saison meist nur die Nummer zwei im Angriff hinter Mario Mandzukic (27) war. Und für die neue Runde rechnen die Bayern zudem weiter fest mit dem Dortmunder Robert Lewandowski (24), der seinen Stammplatz sicher hätte.

Darauf reagiert Gomez jetzt. Trotz eines noch drei Jahre laufenden und hervorragend dotierten Vertrags verlässt er München. Er hatte mehrere Optionen (Manchester City, Atletico Madrid, Juventus Turin), aber seine Wahl fiel auf Florenz. Sportlich ist das zwar keine Verbesserung, da der Club als Tabellenvierter der italienischen Liga nicht an der Champions League teilnehmen wird. Doch Gomez nimmt das in Kauf, weil er bei der Fiorentina gesetzt ist. Das war ihm im Vorfeld der WM 2014 wichtig, nachdem er bei den Bayern seit 2009 immer wieder Kritik einstecken und um seine Position kämpfen musste.