Am Dienstag räumt Gregor Gysi nach zehn Jahren an der Fraktionsspitze der Linken seinen Posten. Ein Comeback schließt er aus. Nun stehe seine Autobiografie auf dem Programm und eine neue Sache, über die er „aber noch nicht reden darf“.

Berlin - Der scheidende Linksfraktionschef Gregor Gysi strebt auch bei einem Regierungswechsel zu Rot-Rot-Grün keinen Spitzenposten mehr an. „Dann muss ich nicht Minister werden. Ich würde dann ja auch schon in meinem neuen Lebensabschnitt stecken, zu dem das nicht mehr passte“, sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das Amt des Außenministers hätte ihn zwar mal interessiert. „Das hat aber einen Nachteil: Man muss gut Englisch sprechen. Mein Englisch reicht dafür nicht aus.“

Weiter Mitglied im Bundestag

Gysi räumt am Dienstag nach zehn Jahren an der Fraktionsspitze seinen Posten. Als Nachfolger kandidieren seine bisherigen Stellvertreter Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch. Wagenknecht gilt als Wortführerin des linken Parteiflügels. Bartsch zählt zu den gemäßigten Reformern. Gysi zeigte sich zuversichtlich, dass es den beiden gelingen wird, die in zwei Lager gespaltene Fraktion zusammenzuführen. „Wenn sie einen Kompromiss für die Partei und die Fraktion suchen und finden und er von der Mehrheit akzeptiert wird, dann geht es“, sagte er.

Gysi wird dem Bundestag weiter angehören und wird stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Außerdem will er eine Autobiografie schreiben. „Und dann kommen noch neue Sachen auf mich zu, über die ich aber noch nicht reden darf“, sagte er.

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