Größtes Fest des Jahres in Leonberg Pferdemarkt steuert auf den Höhepunkt zu
Vier Tage läuft der Pferdemarkt nun bereits. Das Highlight steht aber noch bevor: der Dienstag mit Pferdehandel und Festumzug. Was gibt es zu beachten?
Vier Tage läuft der Pferdemarkt nun bereits. Das Highlight steht aber noch bevor: der Dienstag mit Pferdehandel und Festumzug. Was gibt es zu beachten?
Wer weiß, vielleicht gibt es ja da draußen jemanden, der oder die bisher mit dem Leonberger Pferdemarkt gar nichts anfangen konnte – aber gerne mal dabei wäre, wenn es an diesem Dienstag richtig rund geht mit Pferdehandel, Umzug und Krämermarkt. Hier gibt’s die wichtigsten Eckpunkte und auch ein paar essenzielle „Do’s and Don’ts“ für das größte Fest im Jahreskalender der Stadt, das in diesem Jahr auch noch mit der Fasnet zusammenfällt.
Wie viele Besucher kommen denn? Das kommt beim Pferdemarkt häufig aufs Wetter an. Sollte das mitspielen, könnten es um die 30 000 Besucherinnen und Besucher werden, die sich in den Straßen, auf dem Krämermarkt, dem Rummel und in den Gassen der Altstadt tummeln – und natürlich die Strecke des großen Festumzugs säumen. Die gute Nachricht: Glaubt man den Wetterdiensten im Internet, soll es zwar am frühen Vormittag noch etwas tröpfeln, ab mittags dann aber trocken bleiben. Ohne Gewähr natürlich. Obacht: So warm, wie zum Wochenende wird es aber nicht mehr, also ist warme Kleidung zu empfehlen.
Wie reise ich an? Wo parke ich? Mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, empfiehlt sich nicht. Also wirklich überhaupt nicht, denn sie ist gesperrt. Wer kann, kommt mit Bus und Bahn oder umgekehrt. Zudem gibt es am Parkplatz Leobad ab 9 Uhr die Möglichkeit, in einen der kostenfreien Pendelbusse zu steigen. Die fahren alle zehn Minuten, bis 11.50 Uhr in die Stadtmitte und 13.50 Uhr zum Ersatzhalt Hindenburgstraße. Zurück fahren die Busse ab 16 Uhr.
Wann geht’s überhaupt los? Um 8 Uhr startet der traditionelle Pferdehandel auf dem Marktplatz, um 9 Uhr öffnet der Krämermarkt in der Steinstraße. Die Feuerwache macht um 10 Uhr auf, die Bar im Hof Punkt 11.11 Uhr. Um 11 Uhr öffnet das Pferdemarkt-Bistro im Haus der Begegnung, ebenfalls ab 11 Uhr gibt’s im Reiterstadion die Prämierung und den Gespannwettbewerb der Großpferde. Um 14 Uhr geht schließlich der große Festumzug los. Den gesamten Dienstag über sind Gaststätten und Keller in der Altstadt offen – schon ab morgens. Auch der Rummel auf dem Festplatz in der Steinstraße ist geöffnet.
Wie war das mit dem Pferdehandel? Pferdemarkt-Kenner wissen das: Am Dienstagmorgen geht es auf dem Marktplatz ab 8 Uhr zu wie in alten Zeiten. Das Ross betrachtet, ihm auch mal ins Maul geschaut – ist ja nicht geschenkt – und zack, eingeschlagen und gekauft. Ponys und Großpferde, Warm- und Kaltblüter, es gibt kaum etwas, das es beim Leonberger Pferdemarkt nicht gibt. Vorführungen der Pferde in der Schloss- und in der Klosterstraße setzen dem Geschehen die Krone auf. Aber Achtung: Das Füttern und Streicheln der Pferde ist verboten. Außerdem darf der Sicherheitsbereich hinter den Pferden, der deutlich sichtbar gekennzeichnet ist, nicht betreten werden. Die Gründe kann sich wohl jeder denken.
Der Umzug ist der Höhepunkt, oder? Aber hallo! Los geht’s um 14 Uhr, die Gruppen beziehen lange vorher Aufstellung in der Berliner Straße. 76 Teilnehmernummern hat die Stadt Leonberg in diesem Jahr ausgegeben. Dabei sind Vereine, Parteien, Organisationen und natürlich Karnevalgruppen und Fasnetszünfte. Einige kommen aus dem Umland – Tiefenbronn, Wimsheim oder Gärtringen –, andere von weit her, zum Beispiel aus Gebrazhofen und Leutkirch (beides im Allgäu). Es gibt Musik und Süßigkeiten, vielleicht sogar das ein oder anderen Schnäpschen. Und fast allen vornean, lediglich hinter den Ehrengästen des Oberbürgermeisters und den Preisrichtern des Pferdemarkts, dampft dann die „MS Leonberg II“ durch die Straßen. Vom neuen Festwagen der Stadtverwaltung grüßen Schüler, die sich an den weiterführenden Schulen der Stadt verdient gemacht haben – bevor am Marktplatz der OB und die geladene Hautevolee zusteigen. Laut Stadtverwaltung passt der Kahn tatsächlich durch die engen Altstadtgassen. Nicht wenige dürften dennoch ziemlich gespannt sein.
Und dieser Krämermarkt? Warme Socken, eine neue Käsereibe, Pfannen, eine Leiter oder soll’s vielleicht ein neuer Rasenmäher sein? Vor oder nach dem Umzug empfiehlt sich der Bummel über den Krämermarkt in der Steinstraße mit einer Stippvisite auf dem Rummel am Festplatz. Das Gute: Für eine Stärkung mit fester oder flüssiger Nahrung gibt’s ebenfalls genügend Stände, außerdem ist die Feuerwache nicht wirklich weit.
Und dann? Na, dann geht’s entweder in die Feuerwehr-Bar oder in eine der Lokalitäten in der Altstadt. Möglichkeiten gibt es zuhauf, falls man von fünf Tagen Pferdemarkt nicht schon total geschafft ist.
Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.leonberger-pferdemarkt.de.