Größtes Leonberger Fest verläuft reibungslos Rettungskräfte mit „erstaunlicher“ Pferdemarkt-Bilanz

Alles im Griff: Feuerwehr, Polizei und DRK berichten von einem ruhigen Fest Foto: Simon Granville

Das größte Fest im Leonberger Jahreskalender sei fast vollständig ohne Zwischenfälle verlaufen – mitnichten eine Selbstverständlichkeit bei laut Polizei 22  000 Besucherinnen und Besuchern.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

So ruhig und fast komplett störungsfrei dürfte selten mal ein Pferdemarkt-Dienstag abgelaufen sein. Das findet auch Yvonne Schächtele, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. „Das ist wirklich erstaunlich“, betont sie, „der Pferdemarkt war total unauffällig.“ Das sei angesichts von 22  000 Besuchern alles andere als selbstverständlich.

 

Zwei Drogendelikte, eine Sachbeschädigung und ein paar Platzverweise

Ein paar wenige Einsätze verzeichnete die Polizei dann aber doch: Tagsüber habe man eine Strafanzeige aufgrund des Besitzes von Betäubungsmitteln gestellt, gepaart mit einem Platzverweis, so die Pressesprecherin. Und abends, als sich die Menschen in der Altstadt zum Feiern trafen, kamen ein weiteres Drogendelikt sowie eine Sachbeschädigung hinzu. Außerdem seien am Abend sieben Platzverweise ausgesprochen worden. Das war’s. „Vielleicht kommen heute noch Meldungen bei uns an, wenn jemandem etwas gestohlen wurde“, so Schächtele, „aber insgesamt war das wirklich entspannt.“

Wolfgang Zimmermann, Kommandant der Leonberger Feuerwehr, stößt ins selbe Horn. „Aus Einsatzleitersicht war das alles problemlos, die Stimmung war absolut positiv“, sagt er und bezieht sich dabei auf die Zeit vor, während und nach dem Umzug sowie die Abläufe in der bewirteten Feuerwache und der großen Bar im Hof. „Wir von der Feuerwehr können zufrieden sein.“

Feuerwehr beim Pferdemarkt ohne Einsatz, dafür in der Nacht davor

Auch in diesem Jahr sei die Wache Dreh- und Angelpunkt für zahlreiche Besucherinnen und Besucher gewesen. „Über den Tag verteilt könnten es schon um die 10  000 Menschen gewesen sein, die bei uns eingekehrt sind“, schätzt Zimmermann. Einsätze habe die Wehr während der Dienstags keine fahren müssen. Allerdings: In der Nacht von Montag auf Dienstag sei man sogar zweimal ausgerückt – um ein und um drei Uhr zu einem piepsenden Rauchmelder sowie zu einem Brandmeldealarm. „Und am Dienstagmorgen haben trotzdem alle Gas gegeben und mit angepackt“, zeigt sich Wolfgang Zimmermann stolz auf das Engagement der zum großen Teil ehrenamtlichen Helfer. Am Mittwochmorgen war schließlich großes Aufräumen in der Wache angesagt, woran sich ebenfalls zwischen 20 und 30 Ehrenamtliche beteiligten.

Das Deutsche Rote Kreuz habe laut Zimmermanns Informationen „ein paar kleinere Einsätze“ gehabt. Für die Zeit vor und während des Umzugs – bis 16.30 Uhr – standen drei Transporte ins Krankenhaus sowie 35 „harmlose medizinische Hilfeleistungen“ in der Bilanz. Auch der Vorstandsvorsitzende des Leonberger DRK-Ortsvereins, Ulrich Vonderheid, ist erfreut. „Auch in der Zeit danach gab es absolut nichts Spezielles“, sagt er. Die Helferinnen und Helfer waren mit Einsatzwagen etwa am Reitstadion und am Marktplatz positioniert. Unterstützung gab’s aus den DRK-Vereinen Böblingen, Maichingen, Bad Cannstatt, Deckenpfronn, Esslingen, Ludwigsburg, Renningen und Weil der Stadt. Man hilft sich gegenseitig: Am vergangenen Wochenende war der Leonberger Ortsverein mit einem Einsatzwagen bei der Weiler Fasnet dabei.

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