Großer Preis von Österreich Mercedes in Spielberg mit nächster Quali-Pleite

Lewis Hamilton landete bei der Qualifikation nur auf Platz vier. Foto: dpa/Remko De Waal
Lewis Hamilton landete bei der Qualifikation nur auf Platz vier. Foto: dpa/Remko De Waal

Max Verstappen rast in der Formel 1 weiter vorneweg. Während der Niederländer von der Pole Position in den Großen Preis von Österreich geht, startet WM-Rivale Lewis Hamilton nur aus der zweiten Reihe.

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Spielberg - Sebastian Vettel erlebte einen Geburtstag mit Höhen und Tiefen, Lewis Hamilton muss sich nach einem bitteren Qualifying mit seinem neuen Vertrag trösten - und Max Verstappen freute sich mal wieder über die Pole Position: Der Red-Bull-Star aus den Niederlanden schickt sich an, einen weiteren großen Schritt Richtung WM-Titel zu machen.

Der 23-Jährige sicherte sich im Qualifying in Spielberg die beste Ausgangsposition für das neunte Formel-1-Saisonrennen am Sonntag (15.00 Uhr/Sky). Verstappen war bei seiner vierten Pole der Saison und der dritten in Folge allerdings lediglich zwei Tausendstel schneller als McLaren-Pilot Lando Norris (England), der erstmals in der ersten Startreihe steht. 

Perez auf Platz drei

Dritter wurde Verstappens mexikanischer Teamkollege Sergio Perez vor Formel-1-Rekordweltmeister Hamilton. Der Engländer liegt in der WM bereits 18 Punkte hinter Verstappen. „Wenn ich mir die Pace anschaue, müssen wir uns nicht mit dem Sieg beschäftigen. Das könnte ein einfacher Erfolg für Max werden. Wir müssen Perez einholen und Schadensbegrenzung betreiben“, erklärte ein bedienter Hamilton bei Sky.

„Ich bin natürlich glücklich, ganz vorne zu stehen“, sagte Verstappen: „Es wird schwer, die weicheren Reifen gegenüber letzter Woche zu managen, aber ich schaue nach vorne.“ Norris erklärte: „Es ist episch, cool, toll. Es war eine der besten Runden, die ich jemals gefahren bin.“ Sein deutscher Teamchef Andreas Seidl war am Sky-Mikrofon „super zufrieden. Es ist beeindruckend, was Lando im Auto macht. Aber wir müssen ruhig bleiben, die Punkte gibt es erst morgen.“

Aston-Martin-Pilot Vettel (Heppenheim) erreichte an seinem 34. Geburtstag Rang acht. Allerdings droht dem viermaligen Weltmeister eine Rückversetzung, weil er Fernando Alonso im Alpine auf einer schnellen Runde behinderte. Für Vettel wäre eine Bestrafung unverständlich: „Ich kann mich nicht in Luft auflösen. Ich weiß nicht, was ich hätte anders machen sollen. Dann müssten alle bestraft werden, denn alle da sind langsam gefahren, wo wir nicht langsam fahren wollten.“

Vertragsverlängerung bis 2023

Mick Schumacher kam im Haas auf den 19. Platz, der 22-Jährige verwies seinen russischen Teamkollegen Nikita Masepin um mehr als eine halbe Sekunde auf den letzten Platz. „Vielleicht hätte ich noch ein oder zwei Zehntel rausholen können, aber das war im Großen und Ganzen unsere Pace heute“, sagte Schumacher.

Mercedes, Weltmeisterteam der vergangenen sieben Jahre, ist seit vier Rennen ohne Sieg und steht unter gewaltigem Druck. Während Red Bull weiter beständig Verbesserungen am diesjährigen Boliden vornimmt, hat das Team mit dem Stern den Fokus bereits auf die kommende Saison verlagert, wenn ein neues technisches Reglement greift. Hamilton investierte zuletzt viel Zeit im ungeliebten Simulator, um aus dem bestehenden Paket etwas mehr herauszuholen. Im Vergleich zum Großen Preis der Steiermark vor Wochenfrist an gleicher Stelle scheint Mercedes nicht herangekommen zu sein.

Sollte es dieses Jahr nicht klappen mit seinem achten Titel, hat Hamilton noch zwei Chancen: Am Samstag wurde offiziell, dass der mittlerweile zum Sir ernannte Brite seinen Vertrag bis 2023 verlängert hat. „Das sind gute Nachtrichten für die Formel 1. Ich hoffe, dass wir noch viele großartige Kämpfe gegen ihn haben werden“, sagte gar Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Verstappen, dreimaliger Sieger in Spielberg, erhält am Red-Bull-Ring gewaltige Unterstützung aus der Heimat. Die Corona-Beschränkungen in Österreich sind seit dem 1. Juli deutlich gelockert, die Ränge entlang der Strecke waren gut und vornehmlich mit Fans in Oranje gefüllt. Verstappen kann am Sonntag für ein Novum in der Formel-1-Geschichte sorgen: drei Grand-Prix-Siege innerhalb von 15 Tagen.

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