Großprojekt „Stadt für morgen“ Stadtentwicklung Leonberg

Der stark befahrene Neuköllner Platz soll umgestaltet werden. Foto: Simon Granville

Die Planungen für die Stadtentwicklung laufen auf Hochtouren, auch wenn man manchmal nichts sehe, versichert der Referatsleiter.

Die Stadt Leonberg arbeitet an ihrem Projekt „Stadt für morgen“, das eine klima- wie sozialgerechte Zukunft für alle gestalten will. „Die Planungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung sind weiterhin in vollem Gange“, versichert der städtische Pressesprecher Sebastian Küster. Nachdem einige Fördergelder bereits bewilligt wurden, beantragte die Verwaltung nun aktuell neue finanzielle Unterstützung.

 

Im Jahr 2021 hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zur „Stadt für morgen“ gefasst – unter der Prämisse einer Förderquote von mindestens 50 Prozent bei einem gesamten Investitionsvolumen von etwa 15 Millionen Euro. „Diese Förderquote soll sicherstellen, dass die Finanzierung der Projekte nachhaltig und ökonomisch tragbar ist“, sagt Küster. Das Regierungspräsidium Stuttgart bewilligte die Förderanträge mit einer Förderquote von 60 Prozent beziehungsweise 65 Prozent. Zu den bereits laufenden Projekten im Förderprogramm gehören die Poststraße und der neue Bosch Campus sowie die Eltinger Straße. Die Baukostenschätzung beträgt insgesamt 7,4 Millionen Euro. Gefördert werden davon etwa 4,7 Millionen Euro, also etwa 63,5 Prozent.

Trotz Inflation sollen die Kosten nicht überschritten werden

Trotz hoher Preissteigerungen im Baugewerbe in den vergangenen drei Jahren würden die von der Stadtverwaltung ausgegebenen und vom Gemeinderat beschlossenen Ziele weiterhin standhalten. „Ungeachtet hoher Inflation wird die Gesamtkostenschätzung von 2021 nicht überschritten. Unsere Förderquoten fallen sogar höher aus als die vom Gemeinderat vorgegebenen 50 Prozent. Das zeigt, dass auch das Land unser Vorhaben stützt und wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt der Leonberger Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. Zuletzt hat die Stadt Ende Oktober einen Antrag für die Umgestaltung der Römerstraße sowie der Seestraße gestellt. Im Antrag werden die Kosten auf etwa 3,3 Millionen Euro geschätzt. Auch hier geht das „Referat für innovative Mobilität“ davon aus, dass mehr als die Hälfte des Projekts vom Land gefördert wird. Die entsprechende Rückmeldung erwartet der Referatsleiter Stephan Kerner und sein vierköpfiges Team im Frühjahr 2024.

Ein zentraler Abschnitt stehe noch aus: Der Bereich des Neuköllner Platzes rund um das Leo-Center. „In einer Perspektivenwerkstatt mit der Bürgerschaft und einer weiteren mit Handel- und Gewerbetreibenden sind viele Ideen für die Zukunft des Neuköllner Platz entstanden. Gerade sind wir dabei zu überprüfen, welche dieser Vorschläge baulich und verkehrlich umsetzbar sind“, erklärt Stephan Kerner, der Leiter des städtischen „Referates für innovative Mobilität“. Spätestens bis Oktober 2024 sollen alle Rahmenbedingungen untersucht sein, um ein tragfähiges Konzept für den Neuköllner Platz darlegen zu können. Dann soll auch der Förderantrag für diesen Bereich beim Land eingereicht werden.

Planungen sind langwierig

Die öffentlichen Freiflächen in der Poststraße seien derzeit in der Entstehungsphase, sagt Kerner, und würden im Zusammenhang mit dem neuen Bosch-Gebäude hergestellt. Der städtische Baubereich der Poststraße werde dann vom Tiefbauamt ab Frühjahr 2024 umgesetzt, sobald die Bosch-Baumaßnahmen abgeschlossen seien. „Planungen für Bauprojekte sind langwierig und für Bürgerinnen und Bürger oft nicht sichtbar. Daher sind wir froh, dass wir in der Poststraße schon weit gekommen sind und die ‚Stadt für morgen‘ an dieser Stelle bereits realisiert wird“, betont Kerner. Im Rahmen der Planung sollen im kommenden Jahr Bürgerinnen und Bürger über weitere Beteiligungsformate eingebunden werden.

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