Hamburger Fischmarkt in Stuttgart Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Fest auf dem Karlsplatz

Von len 

Von Donnerstag an ist der Hamburger Fischmarkt zum 31. Mal zu Gast in Stuttgart. Für Organisatorin Anne-Kathrin Rehberg ist das etwas ganz Besonderes.

Zum 31. Mal kommt der Hamburger Fischmarkt nach Stuttgart – und mit ihm ein ganz besonderes Lebensgefühl. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg
Zum 31. Mal kommt der Hamburger Fischmarkt nach Stuttgart – und mit ihm ein ganz besonderes Lebensgefühl. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Stuttgart - Von Donnerstag an macht der Hamburger Fischmarkt zum 31. Mal auf dem Karlsplatz in Stuttgart halt. Dann heißt es „Moinmoin“ statt „Grüß Gott“, dann gibt es Nordseekrabben statt Spätzle mit Soße und dann geben Markthändler, Marktkaufleute und Schausteller den Ton an. Aber: Was macht den Hamburger Fischmarkt in Stuttgart so besonders, warum kommt der Fischmarkt überhaupt in die baden-württembergische Hauptstadt und was gibt es außer Fisch noch zu essen? Wir haben die Antworten auf Fragen rund um den Fischmarkt.

Wann und wo?

Vom 12. bis 22. Juli ist der Hamburger Fischmarkt zu Gast in Stuttgart – genauer gesagt, auf dem Stuttgarter Karlsplatz beim Altem Schloss. Am Donnerstag um 12 Uhr wird der Fischmarkt traditionell von der Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft Barbara Duden und Stuttgarts Erstem Bürgermeister Michael Föll eröffnet. An den Veranstaltungstagen hat der Fischmarkt wie folgt geöffnet: montags bis mittwochs von 10 bis 23 Uhr, donnerstags bis samstags von 10 bis 0 Uhr und sonntags von 11 bis 23 Uhr.

Fischmarkt – Was heißt das eigentlich genau?

Der Hamburger Fischmarkt in Stuttgart kennzeichnet sich laut Organisatorin Anne-Kathrin Rehberg dadurch, dass Hamburger Markthändler, Marktkaufleute und Schausteller auf dem Karlsplatz zusammenkommen, ein Stück Lebensgefühl der Nordregion nach Stuttgart bringen und leckeren Fisch verkaufen. Die Hamburger seinen einfach besonders. „Dem Fisch verschrieben“, sagt Rehberg und lacht.

Warum Stuttgart?

Erst war das Stuttgarter Weindorf zu Gast in Hamburg, dann ist der Hamburger Fischmarkt zwei Jahre später 1988 zum ersten Mal nach Stuttgart gekommen. „Das war dann auch die Geburtsstunde des Hamburger Fischmarkts auf Tour“, so Rehberg. „Deshalb verbindet uns mit Stuttgart so viel.“

Der Ansturm auf den Fischmarkt sei schon damals außergewöhnlich gewesen, die Händler seien nach dem ersten Tag ausverkauft gewesen. „Und über den langen Zeitraum von 31 Jahren hat sich die Liebe der Stuttgarter zu ihrem Fischmarkt nicht verändert. Das macht uns unglaublich stolz“, so die Organisatorin.

Was macht den Fischmarkt sonst noch besonders?

Auf dem Fischmarkt ist laut Rehberg vor allem eins wichtig: Kommunikation. Da kämen jung und alt, arm und reich zusammen. „Und wir Hamburger schnacken einfach gerne.“ Das kommt bei den Stuttgartern an: Die Markthändler würden Jahr für Jahr freundlich begrüßt. Ganz nach dem Motto: „Toll, dass ihr endlich wieder da seid.“

Probleme gebe es nie: keine Schlägereien, stattdessen „ein super tolles, friedliches Publikum“. Und wenn man auf der Suche nach einem Partner ist, sei man auf dem Hamburger Fischmarkt in Stuttgart richtig. „Ich kann das von meinem Stand aus beobachten, wie sich die Leute abends am Cocktailstand treffen.“ Dann gilt es zu sehen und gesehen zu werden.

Was gibt es auf dem Fischmarkt noch?

Neben jeder Menge frischem Fisch gibt es ein Musikprogramm und diverse Angebote für Kinder, wie kostenlose Bastel- und Malprogramme und Kinderschminken. „Da werden die Kinder in Meerestiere verwandelt“, so Rehberg. In der zweiten Woche des Hamburger Fischmarkts geht es dann noch ganz schön informativ zu: Dann klärt das Fischinformationszentrum unter anderem darüber auf, wo der Fisch herkommt und wie sich der Bestand entwickelt.

Egal ob Nordseekrabben, Hering oder Lachs – auf dem Hamburger Fischmarkt gibt es so ziemlich alles, was das Fischliebhaberherz begehrt. Dabei ist aber eins wichtig: „Alle Fische sind Meeresfische“, erklärt Anne-Kathrin Rehberg. Und trotzdem kommen auch Vegetarier auf ihre Kosten: Bratwurst gäbe es zwar keine, dafür aber Pfannkuchen und bei den Kartoffelpuffern könne man einfach den Lachs weglassen.