Handball-Bundesliga Der TVB Stuttgart verliert auch gegen den HSV Hamburg
Vier Spiele, null Punkte. Bei der 26:34-Niederlage präsentierte sich der TVB Stuttgart schwach wie bisher selten unter Roi Sanchez. Der neue Trainer übernimmt Verantwortung.
Vier Spiele, null Punkte. Bei der 26:34-Niederlage präsentierte sich der TVB Stuttgart schwach wie bisher selten unter Roi Sanchez. Der neue Trainer übernimmt Verantwortung.
Stuttgart - Selten wurden vor einem Spiel so viel Hände geschüttelt, wie am Sonntag, als der TVB Stuttgart in der Handball-Bundesliga den HSV Hamburg empfing, am Ende aber dennoch mit leeren Händen da stand. Schlimmer noch: Beim 26:34 (14:19) präsentierte sich die Mannschaft gegen den Aufsteiger (mit den Ex-Schwaben Jan Forstbauer, Tobias Schimmelbauer, Manuel Späth und „Jogi“ Bitter) chancenlos.
Es ging nichts im Spiel des neuen Trainers Roi Sanchez vor 3903 Zuschauern in der Porsche-Arena, sieht man einmal von Adam Lönn (7 Tore) ab. „Hinten haben wir die erste Hälfte wirklich schlecht gespielt“, sagte der Spanier – und 19 Gegentore kassiert. Nach der Pause vergab der TVB dafür vorne klarste Chancen. Sechs freie Würfe in Folge (darunter zwei Siebenmeter durch Patrick Zieker). „Das ist Kopfsache“, sagte Sanchez, der weiß, dass ohne Erfolgserlebnisse auch seine Person in die Diskussion gerät. Der stellt er sich schon mal und sagt: „Ich trage ganz klar die Verantwortung.“
Sicher wiegen die Ausfälle von Torjäger Viggo Kristjansson oder Spielmacher Marx Häfner schwer, das kann aber nicht der alleinige Grund sein. Ein Beispiel: Die Torhüter Tobias Thulin und Primoz Prost hielten fünf Bälle (zusammen), so lässt sich kein Spiel gewinnen. Der TVB muss aufpassen, dass aus dem Umbruch kein Schiffbruch wird, denn die nächste Aufgabe gegen die Rhein-Neckar Löwen wird nicht leichter. Und bei 0:10 Punkten wäre der Fehlstart perfekt.