Zur Pause lag der TVB in der Handball-Bundesliga beim VfL Gummersbach mit einem Tor zurück, am Ende waren es deren acht – und der Kapitän war bedient.

Sport: Joachim Klumpp (ump)

Mitte der zweiten Hälfte nahm Stuttgarts Trainer Michael Schweikardt bei fünf Toren Rückstand nochmals eine Auszeit und schwor seine Mannschaft auf das Spiel mit sieben Feldspielern ein: „Ich will Siegeswillen in den Gesichtern sehen.“ Den sah er noch bei einem Angriff. Dann traf der VfL Gummersbach nach einem Fehlpass ins leere Tor und beim nächsten Spielzug kassierte Torwart Silvio Heinevetter eine Rote Karte (49.), als er beim Herauslaufen seinen Gegenspieler touchierte. Am Ende verlor der TVB 27:35 (16:17) und wartet seit Oktober auf den zweiten Auswärtssieg in der Handball-Bundesliga.

 

Womit die Mannschaft weiter im Abstiegskampf steckt, entsprechend bedient war Kapitän Patrick Zieker: „Die erste Hälfte war noch im Rahmen, aber am Ende war es fast gar nichts mehr.“ Im Angriff fanden die Stuttgarter keine Lösungen und in der Abwehr keinen Zugriff auf den Gegner, der den TVB zu insgesamt 15 Ballverlusten zwang – so kann man kein Spiel gewinnen. Der nach einer Fußverletzung erst am Donnerstag wieder ins Training eingestiegene Kai Häfner war mit sieben Treffern (bei 13 Versuchen) noch bester Stuttgarter, die nun schnell den Hebel umlegen müssen.

Denn am Donnerstag (19 Uhr) ist gegen den Tabellenvorletzten Bergischer HC ein Sieg Pflicht. Zieker: „Wir haben das Selbstvertrauen und die Qualität, um das Spiel zu gewinnen.“ Und Schweikardt fügt hinzu: „Wer die Tabelle kennt, der weiß, dass das ein wichtiges Spiel für uns ist.“