Handball-Derby in Schmiden Der Aufsteiger gewährt keine Aufholjagd

Die Handballer des TSV Schmiden um Simon Junker  versuchen sich wie ihre Konkurrenten des SV Fellbach aus allen Lagen am Torerfolg. Foto: Patricia Sigerist 18 Bilder
Die Handballer des TSV Schmiden um Simon Junker versuchen sich wie ihre Konkurrenten des SV Fellbach aus allen Lagen am Torerfolg. Foto: Patricia Sigerist

Der SV Fellbach setzt sich im Nachbarschaftsduell mit 35:33 beim TSV Schmiden durch. Mit ihrem vierten Auswärtssieg im vierten Spiel fügen die Gäste dem Stadtkonkurrenten die erste Niederlage dieser Saison in der Württemberg-Liga zu.

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Schmiden - Schon wenn Benjamin Krotz seine Arme ausbreitet, verringern sich die Möglichkeiten der gegnerischen Angreifer signifikant. Darüber hinaus erreicht der Schlussmann des SV Fellbach mit seinen Extremitäten, wenn nötig, in Sekundenbruchteilen auch all jene Stellen des Tores, die zuvor noch nicht abgedeckt waren. Am Mittwochnachmittag hat der 31-Jährige häufig seine Reichweite bewiesen und sich, wenn nötig, ziemlich rasant bewegt. Den Handballern des TSV Schmiden gewährte er so meist nur kleine Lücken, um zum Torerfolg zu kommen. Zwar gelang es den Gastgebern bis zum Ende der Begegnung trotzdem 33-mal, den Ball zwischen Pfosten und Latte hindurchzumanövrieren – zum Erfolg kamen sie dennoch nicht. In heimischer Halle mussten sie dem Stadtkonkurrenten in der Württemberg-Liga einen 35:33-Sieg (19:17) überlassen. „Die Enttäuschung ist natürlich groß, drei Spieler haben dieses Derby entschieden“, sagte der Schmidener Trainer Henning Fröschle.

So sahen die 600 Zuschauer zunächst eine temporeiche nahezu fehlerfreie Partie

Benjamin Krotz war einer von ihnen. Er wehrte sich mit Händen und Füßen gegen die Versuche von Mirko Büchte und dessen Schmidener Teamgefährten. Zudem hatten sich Andreas Blodig und Moritz Schäfer mit ihren Auftritten die Aufmerksamkeit des gegnerischen Übungsleiters gesichert. Denn egal, ob der TSV-Verbund seine Abwehr eher defensiv oder extrem offensiv formierte, die beiden Fellbacher Spielgestalter wussten alle Herausforderungen zu meistern. „Dass wir auf verschiedene Situationen reagieren können, ist eine Qualität der Mannschaft“, sagte der SVF-Trainer Martin Mößner. Zu Beginn fanden auch die Gastgeber um den Kapitän Simon Junker und den Kreisläufer Jan Hellerich in kurzen Abständen erfolgreiche Lösungen für ihre Angriffsbemühungen. So sahen die 600 Zuschauer zunächst eine temporeiche und in der Offensive nahezu fehlerfreie Partie, in der das TSV-Team nach einer Viertelstunde mit 12:11 führte. Dabei zeigten sich auch Constantin Schäfer und Christoph Acker treffsicher. Ersterer hatte sich vor dieser Saison vom TSV Schmiden dem SV Fellbach angeschlossen, letzterer gleichzeitig den umgekehrten Weg gewählt. Im direkten Duell zählten am Ende beide mit jeweils sieben Toren zu den erfolgreichsten Werfern ihrer Mannschaft.

Die Gäste hingegen, sicherten sich im vierten Auswärtsspiel den vierten Sieg

Nach der Anfangsphase jedoch häuften sich die Schmidener Unachtsamkeiten. Innerhalb von rund vier Minuten mussten sie kurz vor der Pause fünf Gegentreffer in Folge hinnehmen und sahen sich danach einem 16:19-Rückstand gegenüber. Mitte des zweiten Durchgangs gewährten sie dem SVF gar binnen 46 Sekunden drei Treffer und damit einen 29:23-Vorsprung. Während die TSV-Akteure ihren Konkurrenten in den vorangegangenen Partien gegen Ende stets deutlich überlegen und deshalb in dieser Saison bisher ohne Niederlage ausgekommen waren, konnten sie den Rückstand auf den SV Fellbach nicht mehr entscheidend verringern. Die Gäste hingegen, die als Aufsteiger erst seit dieser Runde in der Württemberg-Liga mitmischen, sicherten sich im vierten Auswärtsspiel den vierten Sieg, den sie anschließend lautstark mit ihren zahlreichen Anhängern feierten. Dabei mittendrin: Benjamin Krotz, der zuvor reaktionsschnell immer wieder die entscheidenden Stellen des Tores abgedeckt hatte. TSV Schmiden: Maximilian Baldreich, David – Acker (7/4), Hellerich (7), Junker (5), Klenk (5), Bürkle (3), Fabian Baldreich (3), Crone (1), Lehmkühler (1), Büchte (1), Müller, Engelhart. SV Fellbach: Krotz, Sedlacek – Constantin Schäfer (7/3), Blodig (7), Moritz Schäfer (6), Toth (5), Sawada (3), Pfeil (3), Rauch (2), Kesel (1), Bauer (1), Liebing, Schuhbauer, Connert.




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