Handball Verbandsliga Ladehemmung kostet TSF Ditzingen den Auswärtssieg

Kreisläufer Nick Bohnen fehlte krankheitsbedingt im Training – dennoch war er mit secht Treffern bester Torschütze der Ditzinger. Foto: Andreas Gorr

Den Verbandsliga-Handballern aus Ditzingen gelingt in den letzten vier Minuten kein Treffer und es reicht bei der HSG Schönbuch nur zu einem 25:25 (14:13).

Latte und Pfosten des gegnerischen Tores haben einen möglichen Auswärtssieg der TSF Ditzingen in der Handball-Verbandsliga bei der HSG Schönbuch am Sonntagabend verhindert. Vier Minuten vor der Schlusssirene schienen die Gäste auf der Siegerstraße zu sein: Sie führten mit 25:23 und hatten nach zwei Zeitstrafen gegen HSG-Akteure eine doppelte Überzahl auf dem Spielfeld. Doch in den letzten vier Zeigerumdrehungen gelang den TSF kein Treffer mehr: Je ein Wurf landete an Latte und Pfosten, während die Gastgeber zweimal den Ball im Ditzinger Tornetz versenkten.

 

Vor allem mit der offenen Manndeckung der HSG kamen die Ditzinger in der Schlussphase nicht zurecht. „Da haben wir uns zu wenig bewegt und die falschen Entscheidungen getroffen“, bedauerte Trainer Almir Mekic. Dennoch wollte er seiner Mannschaft nach 60 Minuten keinen Vorwurf machen: „Alle haben super gekämpft, Latte und Pfosten gehören im Handball eben auch dazu“, merkte der Ditzinger Coach treffend an.

Eine Rolle spielte zudem, dass die Ditzinger ersatzgeschwächt in die Begegnung gehen mussten: Spielmacher Yannick Hüther musste nach einer Grippe passen, Kreisläufer Nick Bohnen hatte unter der Woche ebenfalls krankheitsbedingt gefehlt, war am Ende mit sechs Treffern aber sogar bester Torschütze in den Reihen der Grün-Weißen.

Zwei völlig verschiedene Hälften

Die Ditzinger boten in der Abwehr zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten: Während es in der ersten an der nötigen Kompaktheit fehlte und den Gastgebern immer wieder Lücken zum Wurf angeboten wurden, war die Defensive in der zweiten Hälfte der Schlüssel zum Punktgewinn, als sich die TSF-Akteure immer wieder aushalfen und nur noch elf Gegentreffer zuließen. Dass die HSG Schönbuch in der ersten Halbzeit trotz der Lücken in der Abwehr nie mehr als drei Tore wegziehen konnte, lag daran, dass die Fehler im Angriff meist umgehend mit Toren ausgebügelt werden konnten.

Latte und Pfosten helfen der HSG

Zu Beginn der zweiten Hälfte gingen die TSF dann aus der kompakten Deckung heraus erstmals in Führung und bauten sie bis zum 21:18 (47.) aus. Die HSG Schönbuch glich zwar immer wieder aus, ging aber nicht mehr in Führung – und hatte in der Schlussphase Latte und Pfosten als Verbündete auf ihrer Seite. TSF Ditzingen: Neff, Biehl; Kienle, Häußlein, Ruoff (1), Bartels (4), Kesel, Bohnen (6), Graykowski (1), Schwab (1), Milunic (4), Bauer (5/2), Ruffner (3).

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