Hartz-IV in Deutschland Bericht: Sätze sollen zum 1. Januar 2021 steigen

Von red/kna 

Die Hartz-IV-Sätze sollen nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zum 1. Januar 2021 steigen – besonders stark für Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahren.

Agentur für Arbeit: Die Hartz-IV-Sätze könnten zum 1. Januar 2021 steigen. Foto: dpa/Jan Woitas
Agentur für Arbeit: Die Hartz-IV-Sätze könnten zum 1. Januar 2021 steigen. Foto: dpa/Jan Woitas

Hannover - Die Hartz-IV-Sätze sollen offenbar zum 1. Januar 2021 steigen. Alleinstehende Erwachsene sollen nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland künftig 439 Euro monatlich bekommen, sieben Euro mehr als bislang. Besonders stark soll demnach der Regelsatz für Kinder von 14 bis 17 Jahren steigen: um 39 auf 367 Euro. Auch für bis zu 5-jährige Kinder solle es einen deutlichen Aufschlag geben. Die Zahlen gehen laut Bericht aus einem Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für das Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen hervor, der sich in der Frühkoordinierung mit dem Kanzleramt befindet.

Die Mehrkosten für die neu ermittelten Regelbedarfe betragen laut dem Gesetzentwurf addiert insgesamt rund 829 Millionen Euro im Jahr. Künftig würden auch Handy-Kosten bei der Berechnung des Hartz-IV-Regelsatzes berücksichtigt. „Die Nutzung von Mobilfunk, also der Verwendung von Handys, ist heute Bestandteil des Alltags und damit gesellschaftliche Realität“, so der Gesetzentwurf.

Für fast alle Personengruppen steigen die Sätze

Für fast alle Personengruppen erhöhen sich den Angaben zufolge die Regelsätze in der Grundsicherung: Ehegatten und Partner sollen künftig 395 Euro bekommen (plus 6 Euro). Für Erwachsene bis 25, die noch nicht im eigenen Haushalt leben, erhöht sich der Regelbedarf demnach um sechs Euro auf 351 Euro. Für Kinder bis fünf Jahre sollen künftig 279 Euro (plus 29 Euro) überwiesen werden. Für 6- bis 13-jährige Kinder bleibt der Regelbedarf weiterhin bei 308 Euro.

Der Regelbedarf wird anhand einer Einkommens- und Verbrauchsstichprobe ermittelt, die das Statistische Bundesamt alle fünf Jahre durchführt.




Unsere Empfehlung für Sie