Haus 11 in Zuffenhausen Verjüngungskur fürs Kinder- und Jugendhaus

Im Hof des frisch sanierten Kinder- und Jugendhauses kann nun auch geklettert werden. Foto: Bernd Zeyer
Im Hof des frisch sanierten Kinder- und Jugendhauses kann nun auch geklettert werden. Foto: Bernd Zeyer

Das Haus 11 soll am 24. April wiedereröffnet und der neue Hochseilgarten eingeweiht werden.

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Stuttgart-Zuffenhausen - Am Mittwoch, 24. April, ist es endlich so weit. Nach längerer Umbau- und Sanierungsphase wird das Kinder- und Jugendhaus an der Bartensteiner Straße 11 offiziell wiedereröffnet. Eigentlich hätten Arbeiter und Baumaterial schon Ende August vergangenen Jahres aus dem Haus 11 verschwinden sollen. Die für September geplante Neueröffnung fiel dann aber buchstäblich ins Wasser: Bei der Renovierung war festgestellt worden, dass einige der Steigleitungen derart beschädigt sind, dass sie herausgerissen und durch neue ersetzt werden müssen.

900.000 Euro hatte der Stuttgarter Gemeinderat im Doppelhaushalt 2012/2013 für die Sanierung des 52 Jahre alten Gebäudes zur Verfügung gestellt. Von Anfang an war klar, dass Leitungen und Rohre zum Teil verrottet sind. Dass ihr Zustand aber dermaßen schlecht ist, kam überraschend. Repariert werden musste auch die Heizungsanlage. Einer ihrer beiden Kessel war komplett ausgefallen, und auch der andere funktionierte nicht mehr einwandfrei.

Lediglich die Cafeteria ist noch geschlossen

Trotz der zusätzlich notwendigen Arbeiten kann laut Sieghard Kelle, dem Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (STJG), der Kostenrahmen eingehalten werden. Begonnen worden mit der Sanierung war im Frühsommer 2012. Da das Haus 11 zeitweise komplett geschlossen werden musste, sind die Mitarbeiter für einige Wochen auf andere Einrichtungen verteilt worden. Im Zuge der Arbeiten wurde das Haus dann nach und nach wieder genutzt. Momentan kann fast das gesamte Programm angeboten werden, lediglich die Cafeteria ist noch geschlossen.

Nicht nur das Innere des Hauses, auch der Außenbereich bekam eine Frischzellenkur. Wo früher eine große graue Asphaltfläche eher triste Stimmung verbreitete, können Jugendliche nun im Klettergarten diverse Geräte erklimmen. Dort, das erläutert Kelle, können sie beim Klettern unter anderem lernen, sich aufeinander zu verlassen und ihre eigenen Grenzen auszuloten. Das Angebot soll sich nicht zuletzt an Gruppen wenden, beispielsweise aus Schulen oder anderen Jugendhäusern. „Das Haus 11 ist in Stuttgart das einzige Jugendhaus mit einem Hochseilgarten“, sagt Kelle. Schon immer habe man am Standort Zuffenhausen auf ein umfangreiches Sportangebot gesetzt, das nun noch ausgebaut werden könne. Um potenzielle Kletterer zu beaufsichtigen, sei ein Mitarbeiter des Hauses speziell geschult worden. Das bisherige Angebot des Kinder- und Jugendhauses, das stets auch stark auf kulturelle Akzente gesetzt hat, soll laut Kelle bestehen bleiben. Der Bau des Klettergeländes war von den Sanierungsarbeiten abgekuppelt, die Kosten dafür trägt nicht die Stadt, sondern die STJG.

Noch immer nicht geklärt ist, wer die Nachfolge von Melanie Haumann antritt. Die ehemalige Einrichtungsleiterin hatte das Haus Ende August 2012 verlassen, um sich beruflich neu zu orientieren. „Die Bewerberlage ist durchwachsen“, sagt Kelle. Noch sei man auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten. „Ich gehe davon aus, dass der Posten in den nächsten Wochen besetzt werden kann.“




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