Zurück zum Film. Mit dem Release von „Back to Tape 3“ geht die Kooperation zwischen Porsche und dem Hip-Hop-Journalisten und Gründer des Hip-Hop-Magazins Backspin, Niko Backspin, in die dritte Runde. Seit 2018 erschienen im Rahmen dieser Partnerschaft bereits zwei „Back to Tape“-Dokumentationen, die sich der Hip-Hop-Kultur, ihrer Entstehung und Entwicklung sowie wichtigen Protagonist:innen in Deutschland und in Europa widmeten. Nun, in Teil drei, sind die USA an der Reihe, wo die Wurzeln von Hip-Hop liegen. Back to the Roots, zurück zum Anfang.
Die Vielfalt der Hip-Hop-Kultur ist unerschöpflich
Dazu bereisen Niko Backspin und sein Filmteam – natürlich in einem roten Porsche, der aber eine angenehm unaufdringliche Rolle im Film einnimmt – Los Angeles, Atlanta und New York und sprechen mit wichtigen Wegbereiter:innen und Akteur:innen der Hip-Hop-Kultur, unter anderem mit Xzibit, Speech von Arrested Development und DJ Muggs von Cypress Hill. Bewundernswert sind dabei die Vielfalt und der Facettenreichtum der Kultur, die durch die Auswahl an Interviewpartner:innen hervorgehoben wird.
Hip-Hop ist nämlich nicht nur Rap, auch wenn er von der Musikindustrie oftmals darauf reduziert wird. So trifft man vor der Kamera neben wichtigen Musikern und Produzenten auf Graffiti-Artists wie Chaz Bojórquez, dessen Señor Suerte ihn weltberühmt machte, Streetart-Künstlerin Arrrtadict, die für ihre knallig-pastelligen Murals bekannt geworden ist, Designer Karl Kani, dessen Werbepartnerschaft mit Tupac ihn zu einem der wohl bekanntesten Hip-Hop-Labels gemacht hat und Sozialarbeiter JC Hall, dessen Projekt „Hip-Hop Therapy“ benachteiligte Jugendliche aus dem New Yorker Stadtteil Bronx dabei unterstützt, wieder ihren Weg ins Bildungssystem und in eine bessere Zukunft zu finden.
Oder Weltmeister im DJing DJ Babu, der frei nach dem Hip-Hop-Motto „Each one teach one“ mit seiner Crew, den Beat Junkies, die DJ-Schule „The Beat Junkie Institute of Sound“ eröffnet hat, oder B Boy und Rock-Steady-Crew-Mitglied Jorge Pabon aka Popmaster Fabel, der mittlerweile Hip-Hop-Tanz und -Geschichte an der NYU lehrt. Nicht zu vergessen den wohl größten und berühmtesten Hip-Hop-Fan Nuface, der seine beachtliche Sammlung an seltenen Hip-Hop-Tapes und -Artikeln zeigt und Geschichten zum Besten gibt, die er als Fan in Begegnung mit Hip-Hop-Celebrities erlebt hat.
Gemeinsam mit diesen Menschen, die ihre Storys und ihre Lebensgeschichte, die sie unzertrennlich mit Hip-Hop verbindet, erzählen, schaffen Niko Backspin und sein Team den Spirit von Hip-Hop, den ursprünglichen, der auf der Straße und bei Block Parties entstanden ist, bevor er zu einem Milliarden-Geschäft wurde, in einer Stunde und fünfzig Minuten einzufangen.
„Vier Wochen waren wir in den USA unterwegs, um die Dokumentation aufzunehmen“, berichtet Niko Backspin beim Release im Doqu, zu dem Hip-Hop-Blogger, -Journalist:innen und lokale -Akteur:innen, wie etwa Schowi und das Team aus dem Schräglage Club, in dem im Anschluss die Aftershow-Party gefeiert wurde, erschienen. „Die Planung, Umsetzung und Produktion des Projekts dauerte etwa ein Jahr“, verrät Julian Hoffmann aus dem Team für Öffentlichkeitsarbeit bei Porsche. Ob schon die Pläne für einen vierten Teil stehen? „Wir möchten erst mal das Release dieses dritten Teils feiern“, sagt Hoffmann und stellt gleichzeitig fest: „Die Geschichte des Hip-Hops wird aber so schnell nicht auserzählt sein.“ Oder wie Popmaster Fabel in „Back to Tape 3“ am Ende so treffend sagt: „Hip-Hop is not necessarily a job to retire from, it’s a lifestyle.“
Anschauen kann man sich den Streifen, wie auch die vorangegangenen Teile kostenfrei online, entweder auf Youtube.de oder im Newsroom von Porsche. Außerdem gibt’s eine passende Playlist zur Doku auf Spotify zu hören.