Hochschulen in Baden-Württemberg Neue Rechtsberatung für Opfer sexueller Belästigung

Von red/dpa/lsw 

Eine zentrale Anlaufstelle soll Opfern sexueller Belästigung an Hochschulen helfen. Es geht auch darum, die Dunkelziffer solcher Fälle besser quantifizieren zu können.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer Foto: dpa/Uli Deck
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer Foto: dpa/Uli Deck

Stuttgart - Im Kampf gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung an Hochschulen können sich Betroffene künftig an eine Vertrauensanwältin oder einen Juristen wenden. Neben einer gemeinsamen Resolution der Hochschulen sei diese Einsetzung eines vom Land finanzierten Ansprechpartners ein weiteres Mittel, um Betroffenen zu helfen, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Es sei den Universitätsleitungen ein hohes Gut und Anliegen, alle Mitglieder der Einrichtungen vor sexueller Belästigung und Diskriminierung zu schützen, ergänzte Stephan Dabbert von der Landesrektorenkonferenz.

Insbesondere an kleineren Einrichtungen fehlten mitunter Ressourcen, um Betroffene in diesem sensiblen Themenkomplex ausreichend zu beraten, sagte Bauer. Außerdem gebe es an Universitäten und Kunsthochschulen besondere Abhängigkeitsverhältnisse. Es sei daher wichtig, sich anonym an eine Person wenden zu können, die nichts mit der Einrichtung zu tun habe. „Die Maßnahme soll auch dazu beitragen, das Dunkelfeld im Bereich sexueller Belästigung besser quantifizieren zu können.“ Die Stelle der Vertrauensanwältin oder des Anwalts soll bald ausgeschrieben werden.

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