Am kommenden Samstag wird der Höflesmarkt Feuerbach zum 30. Mal veranstaltet. Die Stuttgarter Straße wird wieder teilweise gesperrt und zur Fest-Zone umgestaltet. Ein Abschlussfest ist diesmal nicht geplant.

Feuerbach - Begonnen hat alles recht klein. 1982 erwuchs aus einem Flohmarkt im Hof des früheren Haushaltswarengeschäftes Raudenbusch an der Stuttgarter Straße eine neue Fest-Idee. Zwei Jahre danach, 1984, fand der erste „echte“ Höflesmarkt statt. Am kommenden Samstag feiern die Feuerbacher zum 30. Mal dieses beliebte Straßenfest. Seit einigen Jahren ist die Veranstaltung ein richtiger Besuchermagnet geworden. Diesen neuerlichen Aufschwung des Höflesmarktes hat Feuerbach in erster Linie der Initiative einiger Mitglieder des örtlichen Gewerbe- und Handelsverein (GHV) zu verdanken – allen voran Jochen Heidenwag. Als er 2008 zum neuen amtierenden GHV-Vorsitzenden gewählt wurde und damit den langjährigen Vorgänger Hugo Kunzi im Amt ablöste, entwickelte er mit Ursula Braun, Vorsitzende der Fachgruppe „Die Aktiven“ im GHV Feuerbach, und anderen Mitgliedern ein neues Konzept. Ausgangspunkt aller Überlegungen war: „Wir sollten dieses Fest auf neue Beine stellen“, erinnert sich Matthias Ranke, Geschäftsführer der Sportvg und Mitglied bei den „Aktiven“. Die andere Überlegung war: „Wenn wir es machen, machen wir es richtig – mit Straßensperrung und so.“

Zwei Kilometer lange Festmeile

Längst ist die Teilsperrung der Einkaufsmeile zu einem festen Bestandteil des Feuerbacher Höflesfestes geworden. Schon zum sechsten Mal können Veranstalter und Gäste die ganze Breite der Einkaufsmeile nutzen, ohne dass ihnen ein Auto in die Quere kommt. Den ganzen Tag über wird der Abschnitt zwischen der Feuerbacher-Tal-Straße und der Kreuzung Sankt-Pöltener-Straße/Stuttgarter Straße zur so genannten „verkehrsfreien Zone“.

Der Mix aus Stadtfest, Flohmarkt und verkaufsoffenem Samstag lockt die Besucher massenhaft an. „Auf rekordverdächtigen zwei Kilometer Länge wird sich unsere diesjährige Festmeile so vielseitig wie nie präsentieren“, sagt Ursula Braun und fügt an: „Viele Teilnehmer melden sich inzwischen automatisch, unsere Flohmarkt-Plätze waren in zwei Tagen vergeben.“

Mehr als 50 Geschäfte sind beteiligt

Mehr als 50 Geschäfte und Unternehmen, rund 20 Vereine und Einrichtungen sind diesmal beteiligt. Dazu gesellen sich etwa 10 Kunsthandwerkerstände und mehr als 90 Flohmarkstände. Zum ersten Mal dabei ist das Jugendmusikorchester des Musikvereins Feuerbach. Um 14 Uhr und 15 Uhr gibt der Musikernachwuchs ein kleines Platzkonzert. Wer gern ein Instrument ausprobieren möchte, hat am Stand die Gelegenheit dazu. Für Unterhaltung sorgen Kleinkünstler wie Clown Peppo oder DJs, die an verschiedenen Stellen auflegen.

Das Theater „Komitee Komplett“ zeigt Szenen aus seinem aktuellen Programm, die Straßenmusiker Benny und Marius sowie „Ännie & Jogs“ spielen live. Und Ute Geffers-Kleinbach wirft die alte Drehorgel an.

„Jeder steuert etwas bei. Die Gewerbetreibenden tolle Aktionen und viele Schnäppchen, die Musiker den Soundtrack eines Sommertages. Die Vereine ihr Engagement. Und wir alle die Freude, ein gemeinsames Ganzes entstehen zu lassen“, sagt Projektleiterin Braun, Inhaberin des Geschäftes Schlafstatt. Mit von der Partie sind natürlich auch verschiedene Abteilungen der Sportvg, der Förderverein Fechten mit seinem Fechtmobil, die Kindersportschule KISS, und, und, und.

Wegen der Fußball-WM wurde der Höflesmarkt um eine Woche verschoben. Ein abendliches Abschlussfest wird’s diesmal nicht geben. Die Veranstaltung endet um 18 Uhr: „Wir wollten kein Konterfest zum Lichterfest machen“, sagt Ranke.

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