Hohenheimer Resolution Uni-Senat schreibt Brandbrief

Die Uni Hohenheim will sich gegen neue Sparpläne der Landesregierung wehren. Foto: Leserfotograf thomas_greve
Die Uni Hohenheim will sich gegen neue Sparpläne der Landesregierung wehren. Foto: Leserfotograf thomas_greve

Grün-Rot muss sparen und die Hochschulen in Baden-Württemberg bangen um die Qualität ihrer Lehre. Jetzt haben die Hohenheimer eine Resolution verabschiedet und die Landesregierung aufgefordert, keine weiteren Einschnitte vorzunehmen.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Grün-Rot muss sparen und die Hochschulen in Baden-Württemberg bangen um die Qualität ihrer Lehre. Jetzt haben die Hohenheimer eine Resolution verabschiedet und die Landesregierung aufgefordert, keine weiteren Einschnitte vorzunehmen.

Stuttgart - Die Universität Hohenheim hat eine Resolution gegen Einschnitte in der Hochschulfinanzierung verabschiedet. „Sollte sich bewahrheiten, dass das Finanzministerium weitere Einschnitte plant, werden wir gezwungen sein, Teile der Universität und ihres Angebotes zu schließen“, sagte der Rektor der Universität, Stephan Dabbert, am Montag in Stuttgart anlässlich einer Resolution des Senats.

Trotz einer deutlich gewachsenen Zahl von Studenten, rasant gestiegener Energiekosten und zusätzlicher Baukosten sei die Grundfinanzierung für Forschung und Lehre auf dem Stand von 1997 eingefroren worden, hieß es. Finanzminister Nils Schmid (SPD) müsse anerkennen, dass die Universitäten bei real deutlich geringeren Mitteln mehr leisteten und damit bereits über Jahre zur Haushaltskonsolidierung beitrügen.

Das Wissenschaftsministerium und die Hochschulvertreter verhandeln derzeit über den Solidarpakt III bis 2020. In einer Resolution fordert der Senat einen jährlichen Inflationsausgleich plus ein Prozent mehr im Jahr. Am Donnerstag will sich die Landesrektorenkonferenz der Universitäten zu dem Thema äußern.

"Das Fett am Gerippe gibt es nicht mehr"

Dabbert betonte: „Das Fett am Gerippe gibt es nicht mehr. Es ist alles weg und jeder weitere Einschnitt tut richtig weh.“ Er nannte dabei als Einsparmöglichkeiten den Abbau von Masterstudienplätzen, das Nichtbesetzen von Professuren, einen bibliotheksfreien Tag oder das Schließen ganzer Studiengänge und Institute. Stellenstreichungen hätten dazu geführt, dass die Beschäftigten der Hochschulen unter enormer Arbeitsverdichtung litten.

Dem Wissenschaftsministerium bescheinigte der Senat, sich um eine akzeptable Finanzierung zu bemühen. Ressortchefin Theresia Bauer (Grüne) hatte kürzlich betont, es sei an der Zeit, die Grundfinanzierung der Hochschulen zu verbessern, und sich hinter deren Forderung gestellt.




Unsere Empfehlung für Sie