Horst Heldt über Alexander Wehrle „Das ist ein Coup für den VfB Stuttgart“

Gute Bekannte: Alexander Wehrle (li.) und Horst Heldt. Foto: imago/Eduard Bopp

Horst Heldt und Alexander Wehrle kennen sich aus gemeinsamen Zeiten sowohl beim VfB Stuttgart als auch beim 1. FC Köln. Wir haben mit dem Ex-VfB-Sportdirektor über die Wehrle-Rückkehr an den Neckar gesprochen.

Sport: Marco Seliger (sem)

Stuttgart - Manager Horst Heldt arbeitete mit Alexander Wehrle in Stuttgart und in Köln zusammen – und betont nicht nur dessen soziale Kompetenzen.

 

Herr Heldt, Ihr alter Weggefährte Alexander Wehrle wird Vorstandschef des VfB – was sind Ihre Gedanken zur Entscheidung?

Ich freue mich sehr für Alex – und ich freue mich sehr für den VfB, der sich glücklich schätzen kann, so einen fähigen Mann verpflichtet zu haben. Das ist ein Coup für den VfB.

Warum?

Alex ist, neben seinen fachlichen Fähigkeiten, ein extrem zuverlässiger, kommunikativer und loyaler Mensch. Er ist immer höflich im Umgang, er hat ein hohes Maß an Empathie und Sozialkompetenz – das macht es sehr angenehm, mit ihm zu arbeiten.

Das reicht aber noch nicht, um den VfB als Chef auf Erfolgskurs zu bringen.

Nein, sicher nicht. Alex ist ein absoluter Leader, ein Workaholic, und ein bisschen Ahnung vom Fußball will ich ihm jetzt auch nicht absprechen (lacht). Ernsthaft: Wenn jemand das Rüstzeug dafür hat, um den VfB in erfolgreiche Bahnen zu lenken, ist es Alex.

Welches Rüstzeug ist das?

Er hat den 1. FC Köln wirtschaftlich nach vorne gebracht, er hat stets fortschrittlich gedacht, ohne die Tradition außer Acht zu lassen – und wenn man sieht, welche Sponsoren er in Köln ins Boot geholt hat, kann sich der VfB auch da freuen. Alex kann das, einen Traditionsverein nach vorne bringen – auch weil er in der Szene bestens vernetzt ist.

Auf Wehrle warten aber knifflige Aufgaben – unter anderem wird er entscheiden müssen, ob er um Sportdirektor Sven Mislintat herum einen externen oder, wie von Mislintat gedacht, einen internen Sportvorstand installiert.

Alex wird sich alles in Ruhe anschauen, sich intern ein Bild machen, alle Beteiligten anhören und dann eine Entscheidung treffen. Man darf ihn da sicher nicht unterschätzen – er ist zwar immer nett im Ton, aber er kann hart in der Sache sein. Er wird der starke Mann sein beim VfB, und es wird ihm immer nur darum gehen, was für den VfB das Beste ist und nicht für einzelne Angestellte. Und wem das nicht gefällt, wer also den Weg nicht mitgehen will unter ihm, der muss dann gehen. So einfach ist das in diesem Geschäft.

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