ICE von München nach Ulm Mann attackiert Zugbegleiter – Reisende zeigen Zivilcourage

Ein 21-Jähriger hat einen Zugbegleiter in einem ICE angegriffen (Symbolbild). Foto: picture-alliance/ dpa-Bildfunk/Wolfgang Thieme
Ein 21-Jähriger hat einen Zugbegleiter in einem ICE angegriffen (Symbolbild). Foto: picture-alliance/ dpa-Bildfunk/Wolfgang Thieme

Ein 21 Jahre alter Mann steigt offenbar ohne Ticket in einen ICE von München nach Ulm und schließt sich auf der Toilette ein. Ein Zugbegleiter bemerkt dies – und wird schließlich Opfer eines Angriffs. Reisende kommen ihm zur Hilfe.

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Augsburg/Ulm - Ein 21-jähriger Mann hat am Freitagmorgen gegen 7 Uhr einen Zugbegleiter in einem ICE von Augsburg nach Ulm angegriffen und verletzt. Wie die Polizei berichtet, konnten weitere Angriffe durch das engagierte Eingreifen mehrerer Reisender jedoch verhindert werden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand hatte sich der junge Passagier wohl seit der Abfahrt des Zuges am Münchener Hauptbahnhof in einer Toilette des ICE eingeschlossen. Der 23-jährige Zugbegleiter forderte ihn mehrfach auf herauszukommen und sein Ticket vorzuzeigen. Kurz nach der Ausfahrt des Zuges aus dem Augsburger Hauptbahnhof kam er der Forderung nach und stieß den Mitarbeiter der Deutschen Bahn gegen die Wand des Fernzuges.

Festnahme am Ulmer Hauptbahnhof

Da sich der in Leipzig wohnhafte Mann offenbar nicht ausweisen wollte und weiterhin kein gültiges Ticket vorzeigen konnte, informierte der Zugbegleiter telefonisch seinen Vorgesetzten. Während des Telefonats soll der Tatverdächtige den Bahn-Mitarbeiter mehrfach mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben.

Mehrere Reisende, die den Vorfall beobachtet hatten, stellten sich daraufhin offenbar neben den Geschädigten und unterstützten diesen. Der aggressive junge Mann stellte seinen Angriff infolgedessen ein und setzte sich auf einen freien Platz. Eine Streife der Bundespolizei nahm ihn am Ulmer Hauptbahnhof schließlich vorläufig fest. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung. Der Geschädigte wurde durch den Angriff an den Händen und am Kopf verletzt und musste seinen Dienst abbrechen.

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