Immer weniger Gläubige Christuskirche in Hofen soll vermietet werden
Anfang Juli wird die evangelische Kirchengemeinde Hofen die Christuskirche, die 1958 eingeweiht wurde, aufgeben. Die Kita soll jedoch bestehen bleiben.
Anfang Juli wird die evangelische Kirchengemeinde Hofen die Christuskirche, die 1958 eingeweiht wurde, aufgeben. Die Kita soll jedoch bestehen bleiben.
Die bisherigen kirchlichen Aktivitäten in den Räumen der Christuskirche in der Hofener Wagrainstraße werden aufgegeben. Hintergrund ist der Immobilienplan der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Bad Cannstatt, der im März vor zwei Jahren beschlossen wurde, erläutert Dekan Eckart Schultz-Berg. So sollen die Kirchengemeinden in Neugereut, Steinhaldenfeld und Hofen (Neu-Stein-Hofen) angesichts abnehmender Zahlen von Kirchenmitgliedern zukunftsfähige Größen bekommen.
„Wenn wir zu viele Standorte haben, werden wir sie realistisch nicht mehr halten können“, sagt der Dekan. 2020 zählte Hofen noch 1800 Kirchengemeindeglieder. Längst sind die Pfarrämter neu aufgeteilt worden. Einzelne Stadtteile werden nicht mehr nach der Zahl der Gemeindeglieder gezählt, sondern in größeren Einheiten.
In Neu-Stein-Hofen gibt es derzeit 2790 evangelische Gemeindeglieder und vier Gebäude: Die Kirche und das Waldheim in Steinhaldenfeld, das Ökumenische Zentrum Neugereut und die Christuskirche in Hofen. In Hofen werden die Gemeinderäume stillgelegt, weil sie laut Dekan kaum noch genutzt werden. „Wir konzentrieren uns auf die Steinhaldenfeldkirche und das Ökumenische Zentrum in Neugereut“, erklärt der Dekan. Die Jugendarbeit finde derzeit verstärkt in der Steinhaldenfeldkirche statt.
Die beiden zuständigen Pfarrerinnen, Damaris Langfeldt und Dorothee Niethammer-Schwegler, hätten bereits in Neu-Stein-Hofen zwei Betreuungsbereiche, Langfeldt im Bezirk West mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche und Niethammer-Schwegler im Bezirk Ost. Sie habe ihren Schwerpunkt bei Angeboten für Ältere.
Nachdem die katholische Kirche wegen Problemen mit dem Denkmalschutz im Ökumenischen Zentrum eigenen Angaben zufolge keine Kita errichten will, erklärt der Dekan: „Wir sind daran interessiert, im Öku Räume zu vermieten.“ Eine Sanierung des Öku stehe noch an, doch es gebe derzeit viele Unsicherheiten und Preissteigerungen beim Bauen, bei Handwerkern und den Krediten. Vieles stocke deshalb derzeit. „Wir hoffen sehr, dass wir das Öku zu einem lebendigen Zentrum machen können“, sagt der Dekan. Nicole Höfle, Sprecherin des katholischen Stadtdekanats hatte auf Nachfrage erklärt, dass für eine Kita die Entwurfsplanungen wegen der Anforderungen des Denkmalschutzes nicht umgesetzt werden können.
Die Kita in der Christuskirche in Hofen bleibt bestehen. Die Gemeinderäume der Christuskirche sollen vermietet werden. Es gebe aber noch keinen Interessenten. Die Kirche sucht Nutzer für soziale und Bildungszwecke, auch beispielsweise eine Diakoniestation oder eine Tagespflege. In dem Kirchengebäude gebe es einen großen Raum und eine Küche. Für Wohnzwecke müsse man viel umbauen, weil es wenig Nebenräume gebe, sagt der Dekan.
Am Samstag, 20. April, gibt es von 17 Uhr an einen Erinnerungsabend für Interessierte, zu dem Pfarrerin Dorothee Niethammer-Schwegler und Pfarrerin Damaris Langfeldt einladen. Anmeldung unter Telefon 532636 oder per E-Mail an: gemeindebuero.neusteinhofen@elkw.de.