In Stuttgart fallen Züge aus Krankheitswelle behindert den Regionalverkehr

Von Jürgen Löhle 

Mitten in der Grippesaison bekommt die Bahn Schwierigkeiten ihr Angebot aufrecht zu erhalten. Weil viele Lokführer erkrankt sind, müssen einige Züge aus dem Fahrplan gestrichen werden.

Insgesamt 16 Regionalbahnen können an drei Tagen wegen der Krankheitswelle nicht fahren. Foto: dpa
Insgesamt 16 Regionalbahnen können an drei Tagen wegen der Krankheitswelle nicht fahren. Foto: dpa

Stuttgart - Das Auf und Ab des Wetters, der rasche Wechsel zwischen mild und kühl macht die Menschen offenbar krank . Bei der Deutschen Bahn ist der Krankenstand derzeit sogar so hoch, dass Züge ausfallen müssen. Auch am Donnerstag wird der Zug um 19.42 Uhr nach Heilbronn aus dem Fahrplan genommen.

Bei der Bahn legt man Wert auf die Feststellung, dass bisher doch sehr wenige Züge wegen der Krankheitswelle bei den Lokführen gestrichen werden mussten. Für den Mittwoch waren es jeweils zwei Fahrten der Regionalbahn R 2 von Stuttgart nach Aalen und zurück, der R 5 nach Heidelberg und zurück und der R 3 nach Schwäbisch Hall und zurück. Dazu fuhr die Schusterbahn von Untertürkheim nach Kornwestheim am Dienstag von 15.40 Uhr und am kompletten Mittwoch nicht. Insgesamt mussten also 16 Fahrten in drei Tagen im Regionalverkehr gestrichen werden, normal sind nach einem Sprecher der Bahn zwischen 300 und 400 Züge pro Tag unterwegs.

Die Bahn warnt am Tag vorher

Schon in der Vergangenheit war es bei der Schusterbahn immer wieder zu Ausfällen wegen eines zu hohen Krankenstandes gekommen, zuletzt im November 2015. Andere Linien waren bisher aber noch nicht betroffen.

Die neuerlichen Streichungen hätten allerdings nichts damit zu tun, dass die Bahn zu wenig Personal in Reserve vorhalte. An der Zahl der Mitarbeiter habe sich in der vergangenen Jahren nichts geändert, erklärte der Sprecher, der Krankenstand sei eben im Moment sehr hoch.

Beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist man der Meinung, dass solche Ausfälle nicht vorkommen sollten. „Früher hätten wir so etwas nicht erlebt“, klagte der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb, der aber auch lobende Worte fand. „Wenigstens hat die Bahn die Ausfälle schon am Tag zuvor angekündigt“, sagte er. Für Lieb ist es denkbar, dass die Bahn Probleme habe, genügend Lokführer in Reserve zu halten, weil sich vielleicht einige wegen der öffentlichen Ausschreibung einiger Strecken für das Jahr 2019 schon anderweitig orientieren würden.

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