Jah Schulz ist in der internationalen Dub-Szene eine Größe. In Stuttgart basst er meist unter dem Radar. Dabei feiert sein Label am Freitag bereits Fünfjähriges, und ein neues Album kommt auch heraus.

Offbeat mit Schulz-Faktor

Stuttgart - Michael Fiedler ist einer der veröffentlichungsfreudigsten Musiker Stuttgarts. Neben Theaterproduktionen und Soundperformances bringt er unter anderem auch mit Annagemina und Roboter Blanko regelmäßig neue Musik heraus.

Am umtriebigsten ist er aber als Jah Schulz. Der Künstlername deutet schon an, wohin die Reise geht: Offbeat plus X, in dem Fall die klassischem Eins-Und entwachsene, experimentelle Spielart Dub. Mit Anhängern dieses Genres teilt Fiedler die Liebe zu tiefen Bässen, hinzu kommen Effektgefrickel, Gastsänger und der aus der elektronischen Musik bekannte Verzicht auf einzelne Songs zugunsten fließender Tracks.

Michael Fiedler veröffentlicht die Musik selbst auf seinem eigenen Label „Railroad Records“, das er mit drei Kollegen betreibt. Zum fünften Labelgeburtstag erscheint das vierte Album „Dub Showcase“, das man mangels entsprechender Liveevents am besten mit kräftiger Anlage oder mit Kopfhörern genießt. Der Sound ist enorm vielseitig und der entspannte Groove hilft sogar gegen Pandemiekoller.

Jah Schulz: Dub Showcase. Erscheint bei Railroad Records, Vinyl erhältlich via Buyreggae