Jamie Cullum bei Jazz Open Ein Liebesständchen für Stuttgart
Bei den Jazz Open am Schlossplatz verzaubert Jamie Cullum das Publikum. Und Larkin Poe lassen Rockerherzen höher schlagen.
Bei den Jazz Open am Schlossplatz verzaubert Jamie Cullum das Publikum. Und Larkin Poe lassen Rockerherzen höher schlagen.
Wie gut Roots Rock und Jazz zusammengehen können, war am Mittwochabend bei den Jazz Open am Neuen Schloss zu erleben. Bevor der Main Act Jamie Cullum das Publikum verzauberte, sorgten im Vorprogramm Larkin Poe für starke Rockmomente. Die Band kommt aus Nashville, Tennessee zu uns, sie setzt sich seit 2010 aus den beiden Schwestern Rebecca und Megan Lovell zusammen.
Larkin Poe zählen aktuell zu den Größen des rauen Americana- Rock mit Anleihen aus dem Country. 2019 gab es eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Best Contemporary Blues Album“. Die Hauptsängerin Rebecca Lovell verfügt über eine dunkle Rock-Röhre und spielt einprägsame Gitarrenriffs, ihre Schwester Megan steuert hellen Harmoniegesang und Slide-Gitarren-Soli bei. Beide lassen ihre Instrumente dröhnen und in fetter Übersteuerung.
Dass sie ihr Genre hervorragend beherrschen, stellen Larkin Poe an diesem Abend leidenschaftlich unter Beweis. Die Bässe dröhnen am frühen Abend über den Schlossplatz und lassen Rockerherzen höher schlagen – zu Hits wie „Bleach Blonde Bottle Blues“ oder„Bad Spell“ aus dem neuen Album „Blood Harmony“.
Ein kurzer Umbau auf der Bühne, und es kommt der, wegen dem das Publikum Platz und Tribüne restlos füllt – Jamie Cullum, als Stammgast bereits zum achten Mal bei den Jazz Open. Frech und charmant jagt er über die Bühne, liefert eine bombastische Show und verbreitet im Verlauf des Abends viel gute Laune. Er sei froh, endlich wieder hier spielen zu dürfen, verkündet er – und stellt es durch ein Bad in der Menge unter Beweis. Viele der Songs sind von seinem Cover-Album „The Song Society Playlist“, aber auch Klassiker und neue Sachen sind mit dabei. Die Jazz Open seien mittlerweile eine Art Zuhause, sagt der Brite und widmet gegen Konzertende Stuttgart ein kleines Liebesständchen, „Stuttgart, I love you, and I trust you …“. Jazz Open ohne Jamie Cullum sind schon gar nicht mehr denkbar.