Janine Wissler Erste Kandidatin bringt sich für Linken-Bundesvorsitz in Position

Von red/dpa 

Sie galt schon länger als aussichtsreiche Kandidatin und hat nun angekündigt, ihren Hut in den Ring zu werfen: Janine Wissler will Bundesvorsitzende der Linken werden.

Janine Wissler möchte Bundesvorsitzende der Linken werden. Foto: dpa/Angelika Warmuth
Janine Wissler möchte Bundesvorsitzende der Linken werden. Foto: dpa/Angelika Warmuth

Wiesbaden - Die Chefin der Linksfraktion im hessischen Landtag, Janine Wissler, will sich für das Amt der Bundesvorsitzenden ihrer Partei bewerben. Das kündigte die 39-Jährige am Freitag in Wiesbaden an. Wissler ist bereits Vize-Bundesvorsitzende der Linken. „Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich auf dem kommenden Parteitag als Parteivorsitzende kandidieren soll und bin für mich zum Schluss gekommen, dass ich das tun möchte“, schrieb sie bei Twitter.

Die bisherige Doppelspitze der Linken, Katja Kipping und Bernd Riexinger, hatte angekündigt, nicht wieder für den Parteivorsitz anzutreten.

Nachfolge-Debatte läuft an

Die beiden hatten am vergangenen Freitag und Samstag erklärt, dass sie nach mehr als acht Jahren an der Linken-Spitze beim Parteitag in Erfurt Ende Oktober nicht erneut kandidieren werden.

In der Nachfolgedebatte wurde vor allem eine Doppelspitze mit zwei Frauen diskutiert: Neben Wissler gilt die Fraktionsvorsitzende aus Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow, als Anwärterin. Nach dpa-Informationen wird sie ihre Kandidatur erklären. Beide sind wie Kipping weder dem Flügel der linken Fundamentalisten noch den gemäßigten Reformern zuzurechnen.

Lesen Sie hier aus unserem Plus-Angebot: Linkspartei sucht neue Führung

Der Rückzug des Spitzenduos kam nicht überraschend. Laut Satzung soll kein Parteiamt länger als acht Jahre ausgeübt werden. Kipping (42) und Riexinger (64) hatten die Parteiführung 2012 übernommen.

Das neue Spitzenduo wird die Partei in die nächste Bundestagswahl führen, bei der es für die Linke auch um die Frage gehen wird, ob sie bei einer gemeinsamen Mehrheit von SPD, Linken und Grünen zu einer gemeinsamen Regierungsbildung bereit ist.




Unsere Empfehlung für Sie