Jugendliche Testkäufer erstehen Tabak und Alkohol Alkohol: Verkäufer passen nicht gut auf

Von mat 

In Bietigheim-Bissingen, Ingersheim und Tamm haben minderjährige Testkäufer versucht, an Alkohol und Tabak zu kommen. Für die Verkäufer, bei denen sie durchkamen, hat das Folgen.

In einigen Läden hatten die  jungen Testkäufer leichtes Spiel. Foto: picture-alliance/ dpa/Armin Weigel
In einigen Läden hatten die jungen Testkäufer leichtes Spiel. Foto: picture-alliance/ dpa/Armin Weigel

Kreis Ludwigsburg - Weil sie Alkohol oder Tabak an Minderjährige verkauft haben, müssen die Inhaber oder das Personal mehrerer Läden und Tankstellen in Bietigheim-Bissingen, in Tamm und in Ingersheim ein erhebliches Bußgeld bezahlen. Sie haben gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen. Die Betroffenen waren jugendlichen Testkäufern auf den Leim gegangen, die losgeschickt worden waren, weil die Stadt Bietigheim-Bissingen zusammen mit dem dortigen Polizeirevier sowie den Revieren Ingersheim und Tamm überprüfen wollten, wie genau es die Verantwortlichen an den Kassen mit dem Vorzeigen des Personalausweises nehmen.

Mindestens einmal pro Jahr werden Testpersonen losgeschickt

Kontrolliert wurden 38 Verkaufsstellen. In immerhin sieben davon hatten die Minderjährigen leichtes Spiel: Sie bekamen die für ihr Alter verbotenen Alkoholika oder Tabakwaren ohne Probleme. Die Quote von knapp 20 Prozent ist zwar vergleichsweise hoch, in den vergangenen Jahren sei sie aber noch viel höher gelegen, berichtet das Presseamt der Stadt Bietigheim-Bissingen: „In den letzten Jahren begingen durchschnittlich etwa zwei Drittel der kontrollierten Verkaufsstellen entsprechende Verstöße.“ Die zurückgehenden Zahlen seien wohl auf den „hohen Kontrolldruck“ zurückzuführen.

Mindestens einmal im Jahr gebe es solche Testkäufe mittlerweile, teilweise auch mehrfach über das Jahr verteilt. Polizei und Stadtverwaltung wollen so verhindern, dass Alkohol oder Tabak in die Hände von Heranwachsenden kommen.

Die minderjährigen Testkäufer rekrutierten sich aus Auszubildenden der Stadtverwaltung Bietigheim-Bissingen und Jugendlichen aus deren Bekanntenkreis. Die Eltern hatten ihr Einverständnis dazu gegeben, dass ihre Kinder für die Kontrollaktion als Versuchskaninchen auf Einkaufstour gehen.