Junge aus Musberg bei The Voice Kids Bei Nena und Sasha um die Wette singen

Von Julia Schuster 

Am Sonntag, 5. Februar, beginnt die fünfte Staffel von The Voice Kids. Mit dabei ist der neunjährige Nick Hamm aus Leinfelden-Echterdingen, der schon als Tarzan auf der Musicalbühne stand.

Nick Hamm war im Musical ein  junger Tarzan; jetzt will er bei Voice Kids sein Gesangstalent erneut auf die Probe stellen. Foto: Rüdiger Ott
Nick Hamm war im Musical ein junger Tarzan; jetzt will er bei Voice Kids sein Gesangstalent erneut auf die Probe stellen. Foto: Rüdiger Ott

Leinfelden-Echterdingen - Nick Hamm ist erst neun Jahre alt, hat aber schon einiges erlebt. Noch im vergangenen Jahr stand er als kleiner Tarzan im gleichnamigen Musical im Apollo Theater in Möhringen auf der Bühne. Mehr als 30 Auftritte gab der Schüler aus Musberg. Nun tastet er sich an eine neue Herausforderung heran und nimmt an der Musikcastingshow The Voice Kids des privaten Fernsehsenders Sat.1 teil.

Es ist bereits die fünfte Staffel, in der bekannte deutsche Sänger und Sängerinnen junge Gesangstalente suchen. „Ich habe alle Staffeln geschaut. Aber ich habe nie daran gedacht, dass ich da einmal mitmache“, sagt Nick, der in seiner Freizeit Fußball spielt, Schlagzeug lernt – und eben gerne singt. In seinem Kinderzimmer steht neben einem Korb voller Fußbälle auch ein Mikrofon.

Beworben hat Nick sich gemeinsam mit ein paar Kinderdarstellern aus dem Tarzan-Musical. Die Zusage, dass er bei The Voice Kids dabei ist, erhielt er persönlich von Thore Schölermann. Der Moderator der Fernsehshow überraschte ihn mit der Nachricht im Klettergarten. „Ich konnte in dem Moment gar nichts denken. Ich war so aufgeregt.“

Der Gesang steht im Vordergrund

Die Fernsehshow The Voice Kids funktioniert so: Der Gesang steht im Vordergrund, die Jurymitglieder drehen den Kindern während ihres Auftritts den Rücken zu. Erst nach der Entscheidung sieht die Jury die Kandidaten. Gelingt der Auftritt, dürfen sich die Castingteilnehmer für einen Juror entscheiden und bilden mit diesem ein Team. Anschließend treten in weiteren Folgen verschiedene Teams gegeneinander an.

Zwischen den Kindern herrscht kein Konkurrenzdruck. „Mir ist eigentlich egal, wer weiter kommt. Wir sind nicht gegeneinander. Die Zeit, die wir beim Dreh hatten, war toll“, sagt Nick. Mit den anderen Kandidaten ist Nick heute befreundet, fiebert mit ihnen dem Start der Staffel entgegen. Als die ersten Trailer im Fernsehen veröffentlicht wurden, stand sein Telefon kaum still, so viele Nachrichten bekam er von seinen Freunden.

An morgigen Sonntag wird Nick von 20.15 Uhr an in den sogenannten „Blind Auditions“ auf Sat. 1 zu sehen sein. Darin singen die Kandidaten vor einem Live-Publikum. Die Jurymitglieder treffen dabei die Vorauswahl für ihre Teams, ohne die Kandidaten bei ihrem Auftritt zu sehen. Nick hat sich für den Wettbewerb das Lied „Ich wäre gern wie Du“ aus dem Disney-Film Dschungelbuch ausgesucht.

Die Coaches zählen wie ein Millionenpublikum

Eigentlich ist Nick durch seine Auftritte im Tarzan-Musical die große Bühne gewohnt. Aufgeregt war er aber trotzdem, gibt er zu. „Bei Tarzan waren es 1600 Menschen, die zugesehen haben. Bei The Voice zählen die vier Coaches wie ein Millionenpublikum.“

In der fünften Staffel sitzen die Künstler Sasha (If you believe) und Mark Forster (Wir sind groß) in der Jury. Neu dabei ist auch Nena (99 Luftballons), die gemeinsam mit ihrer Tochter Larissa Kerner in der Jury sitzt. Unter den Jurymitgliedern kann sich Nick nicht auf einen klaren Favoriten festlegen: „Ich habe mir ständig einen neuen überlegt.“

Nick wird die Fernsehshow am Sonntag gemeinsam mit seiner Familie verfolgen. „Tante, Onkel, alle kommen zum Fernsehschauen“, sagt er begeistert. Er ist gespannt darauf, welcher Teil der Dreharbeiten letztlich gesendet wird.

Wenn es mit der Gesangskarriere nicht klappt, hat Nick auch schon einen Plan B in der Tasche: „Dann werde ich Profifußballer.“ Das Kicken macht ihm neben dem Singen viel Spaß.

Ob Nick weiterkommt und in ein „Team“ einzieht? Die Staffel ist zwar schon fast abgedreht, aber das darf der Junge nicht verraten. Und so bleibt den Leinfelden-Echterdingern nur eines: am Sonntagabend den Fernseher einschalten.