Karl-Olga-Krankenhaus an der Hackstraße Viel Prominenz im Krankenhaus

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Im Karl-Olga-Krankenhaus werden mehr als 70 Porträts von bekannten und unbekannten Stuttgartern gezeigt. Gemalt hat sie die Gerlingerin Christel Ziegler vor mehr als zehn Jahren. Von den 150 Bildern von damals hängen viele inzwischen bei den Porträtierten zuhause.

Alesia Graf und Jürgen Klinsmann, porträtiert von Christel Ziegler Foto: Jürgen Brand 9 Bilder
Alesia Graf und Jürgen Klinsmann, porträtiert von Christel Ziegler Foto: Jürgen Brand

S-Ost - Im Karl-Olga-Krankenhaus an der Hackstraße hat es schon mehr als 100  Kunstausstellungen gegeben, aber selten ist das Interesse schon im Vorfeld und bei der Eröffnung so groß gewesen, wie bei der aktuellen, am Mittwochabend eröffneten Bilderschau. Das ist nicht verwunderlich, kommt es doch selten vor, dass so viel Prominenz auf einmal in einer Klinik versammelt ist: Wieland Backes, Wolfgang Schuster, Walter Sittler, Guido Buchwald, Wendelin Wiedeking, Vincent Klink, Winfried Kretschmann, Anne-Sophie Mutter, Dieter Zetsche, um nur einige wenige zu nennen. Die gemalten, kleinformatigen Porträts stammen von der freischaffenden Künstlerin Christel Ziegler, die in Gerlingen lebt. Sie hat mit ihren Stuttgarter Köpfen schon vor etlichen Jahren einmal Aufsehen erregt, damals im Stuttgarter Rathaus, als rund 500 Gäste zur Vernissage kamen.

Ziegler wurde in Stuttgart geboren, lebte später einige Jahre in Los Angeles und begann erst in den 1990er Jahren so richtig mit der Malerei. Damals studierte sie an der Akademie für Kunst und Design an der Freien Kunstschule Stuttgart unter anderem bei Roland Schauls, der am Mittwoch ebenfalls da war. Im Jahr 2004 malte sie zunächst Porträts von 60 Gerlinger Persönlichkeiten. In den folgenden beiden Jahren widmete sie sich dann ganz den Menschen in Stuttgart. Sie sprach „mit klopfendem Herzen“ zum Teil damals sehr bekannte Persönlichkeiten an, zum Teil aber auch die Marktfrau oder befreundete Eltern von Kindern. Manche ließen sich fotografieren, damit Ziegler später im Atelier Vorlagen hatte, andere nahmen sich ein bisschen mehr Zeit und kamen sogar selbst zu ihr.

So entstanden 150 Porträts von „Stuttgarter Köpfen“, die im Jahr 2006 zunächst im Stuttgarter Rathaus gezeigt wurden. Im Karl-Olga-Krankenhaus kann allerdings nur noch knapp die Hälfte der Gemälde gezeigt werden. Die Bilder fanden schon vor zehn Jahren großen Anklang, wurden ausgestellt – und auch verkauft. Viele davon hängen inzwischen bei den Porträtierten zuhause.

Der Geschäftsführer des Krankenhauses, Sebastian Stief, bedankte sich bei der Künstlerin und bei der Patientenfürsprecherin und Kuratorin Renate Gebeßler für die Möglichkeit, die beliebten Bilder im Krankenhaus im Bereich vor der Cafeteria zeigen zu können. Dort können die Porträts in den kommenden Wochen von Besuchern und Interessierten zu den üblichen Öffnungs- und Besuchszeiten (14 bis 19 Uhr) bewundert werden.

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