Kein Schlittschuhlauf in Fellbach Die Eisbahn ist vorerst auf Eis gelegt

Auch die Traditionsbegegnung auf dem Eis „Glatze gegen Locke“ für den guten Zweck findet nicht statt. Foto: Eva Herschmann/Archiv

An der Schwabenlandhalle wird es über die Feiertage keine Möglichkeit zum Schlittschuhlauf geben. Abgebaut wird die Fellbacher Anlage nicht – die Hoffnung auf einen späteren Start besteht.

Fellbach - Alles ist vorbereitet am Guntram Palm-Platz, die Anlage für die Eisbahn steht seit Wochen. Doch in Betrieb genommen wird sie nicht. Die Schlittschuhe müssen im Schrank bleiben, zumindest vorerst. Denn komplett abgesagt haben die Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und beim Stadtmarketing Fellbach das Eis-Spektakel noch nicht. „Wir wollen den Leuten ja dieses Vergnügen bieten, wenn es denn die Vorschriften zulassen“, sagt Jens Mohrmann, Geschäftsführer der Schwabenlandhalle.

 

Anlage bleibt bis in den März hinein stehen

Nachdem der Teil-Lockdown bis 10. Januar verlängert ist, könne die Anlage „frühestens am 17. Januar in Betrieb gehen“, sagt Mohrmann. Zu dem Zeitpunkt wäre eigentlich das Eisvergnügen schon wieder vorbei. Die Verantwortlichen wollen aber die Anlage bis in den März hinein stehen lassen und den Betrieb eben später zu starten. Wenn die Freigabe kommt, dass solche Angebote wieder erlaubt sind, könnte der Mize-Zeitverleih sofort mit dem Aufbereiten der Eisfläche beginnen. Joachim Kurrle, Chef des Verleihs, ist in den Startlöchern.

Seine Firma betreibt seit Jahren die Fellbacher Kunsteisbahn und bietet einen Komplettservice – von der Logistik, dem Aufbau der Bahn bis hin zur Eismaschine und dem Schlittschuh-Verleih ist alles in einer Hand. Das macht die Kommunikation in der aktuellen Situation einfacher. Es gibt nur einen Ansprechpartner und die örtliche Nähe ist von Vorteil. „Die Zeit, während wir die Eisfläche herstellen, werden wir nutzen, um beispielsweise die Schlittschuhe, die bei uns eingelagert sind, vor Ort zu bringen“, sagt Joachim Kurrle.

Die Stadt Fellbach hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben

Im Moment sei außer der Anlage nichts auf- oder eingebaut, der Holzschuppen ist leer, die Eismaschine noch nicht an Ort und Stelle. Der Chef von Mize in Fellbach erklärt, dass er und sein Team sieben bis zehn Tage brauchen, bis das Eis fertig ist. „Das hängt immer auch von den Witterungsverhältnissen ab.“ Mize ist sowohl für die baulichen Elemente der Eisbahn zuständig als auch für die Technik und die Bestückung der Anlage. „Die gesamte Dienstleitung holen wir uns von der Firma Mize“, sagt Jens Mohrmann und ergänzt: „Seit ein paar Tagen beleuchten wir abends die Anlage.“ Damit wolle man den Leuten zeigen, dass die Stadt Fellbach die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, die Kunsteisbahn in Betrieb zu nehmen. Die Einfriedung hat sie mit vielen Tannenbäumen umstellt, einige davon sind weihnachtlich geschmückt. Das soll über die gesamten Feiertage so bleiben.

Auch ein Hygiene-Konzept ist bereits entworfen, abgesegnet und formuliert. Es umfasst satte 15 Seite und legt fest, dass zur Einhaltung der Besucherhöchstgrenze ein digitales Personenzählsystem beim Einlass zum Einsatz kommt und der Zutritt auf die Bahn nur mit vollständig und korrekt ausgefülltem Formularen zur Datenerhebung nach den Corona-Verordnungen möglich ist. Es gibt einen separaten Ein- und Ausgang.

Überall seien Desinfektionsmittelspender aufgestellt

Auf dem gesamten Areal – insbesondere innerhalb der Eisfläche – müssen Personen ab Vollendung des sechsten Lebensjahres eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Überall seien Desinfektionsmittelspender aufgestellt, heißt es weiter. Eingeplant sind kurze Reinigungs- und Desinfektionsintervalle in den Sanitärbereichen sowie bei Kontaktflächen, etwa der Kassentheke, den Türklinken, im Sanitärbereich und auf den Sitzgelegenheiten für den Schuhwechsel. Hierfür ist das Personal der Eisbahn verantwortlich. Sollte es zur Eröffnung des eisigen Vergnügens erlaubt sein, Speisen und Getränke anzubieten, dann werden diese vorportioniert und verschlossen angeboten. Es könnte dann belegte Brötchen, Sandwiches, Panini, Schokoriegel, Magenbrot, Softgetränke in Kunststoffflaschen, Kaffee, Tee oder Punsch geben, aber „keinen Alkohol“. Verzehrt werden darf nur auf der Tribüne in den dafür vorgesehenen Bereichen.

Mit der Firma Mize haben die Stadt, die Stadtwerke und das Stadtmarketing eine Pauschalvereinbarung getroffen. „Die bisherigen Ausgaben für den Aufbau und die Miete für das dortige Material liegen bei rund 35 000 Euro. Durch die längere Standzeit erhöhen sich die Kosten nicht“, erklärt Jens Mohrmann.

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