Die meisten Schüler bekommen in diesen Tagen ihre Halbjahreszeugnisse

Stuttgart - Es ist wieder so weit: Es gibt Zeugnisse. Doch an welchem Tag genau, das ist von Schule zu Schule unterschiedlich. In Baden-Württemberg werden die Zeugnisse zwischen dem 1. und dem 10. Februar ausgegeben. In anderen Bundesländern, zum Beispiel im Saarland, gab es teilweise schon vor Weihnachten die Halbjahreszeugnisse. Und manche müssen noch bis zum 23. Februar warten. Du fragst dich, warum das so ist?

Das liegt an den Sommerferien. Diese beginnen ja in vielen Bundesländern schon im Juni, während sie in Bayern und Baden-Württemberg erst Ende Juli anfangen und dafür bis September gehen. Daher kommt es zu solch großen Zeitspannen, in denen in Deutschland die Kinder ihre Zeugnisse erhalten. Schließlich müssen die Lehrer zwischen den Ferien genug Zeit haben, um euch erst einmal etwas beizubringen. Dann wird das Gelernte in Tests oder Klassenarbeiten abgefragt und benotet. Außerdem müssen die Lehrer auch einen Eindruck davon bekommen, wie ihr im Unterricht so mitmacht.

An den Waldorfschulen allerdings gibt es keine Halbjahreszeugnisse. Das aber ist wieder eine andere Geschichte. In einer Waldorfschule bekommen die Kinder in den ersten Jahren ohnehin gar keine Noten, dafür aber ausführliche Berichte. Erst in den höheren Klassen gibt es Schulnoten wie an den anderen Schulen auch. Wie knapp es manchmal ist, eine Note besser oder schlechter zu bekommen, das hast du bestimmt auch schon gemerkt. So gibt es auch Schulen, die zum Halbjahr halbe Noten verteilen – zum Beispiel eine 1,5, eine 2,5 oder eine 3,5. Da weißt du dann genauer, wie du in einem Fach stehst, und kannst entsprechend Gas geben für das zweite Schulhalbjahr.

Denn es ist ein großer Unterschied, ob du mit einem Durchschnitt von 1,6 oder gerade noch mit 2,4 eine Zwei im Zeugnis stehen hast. Auch bewerten Lehrer die Arbeiten und Tests sehr verschieden. Während die einen nur ganze Noten im Vokabeltest vergeben, benoten andere in Schritten von Viertelnoten – also mit einem Plus oder Minus dahinter. Je genauer die Benotung, desto fairer empfinden es die meisten Schulkinder.