Kinderwissen Der Mond rückt uns auf die Pelle

An diesem Montag herrscht Vollmond. Von da an „schrumpft“ der Mond wieder. Foto: dpa
An diesem Montag herrscht Vollmond. Von da an „schrumpft“ der Mond wieder. Foto: dpa

An diesem Montag kommt unser Nachbar besonders nahe an die Erde heran. Das lässt ihn nicht nur größer aussehen als sonst. Auch die Gezeiten fallen stärker aus.

Stuttgart - Auch wenn Du Dich nicht besonders für Astronomie interessierst, hast Du bestimmt schon mal den Mond beobachtet. Er fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden – schließlich ist er unser nächster Nachbar im Weltraum und daher mit bloßem Auge gut zu sehen. Allerdings verändert er sein Aussehen, während er um die Erde kreist. Für eine Runde braucht er im Durchschnitt 27,3 Tage, also knapp einen Monat – ein Wort, das von dem Wort Mond abgeleitet wurde. Wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht, ist der Himmelskörper gar nicht zu sehen: es herrscht Neumond. Tritt der Mond wieder aus dem Erdschatten heraus, spricht man vom zunehmenden Mond, der zunächst als schmale Sichel am Himmel steht und von Tag zu Tag größer wird – bis die ganze Mondkugel als Vollmond zu sehen ist.

Auch an diesem Montag ist Vollmond. Dieses Mal wird der Mond größer als sonst erscheinen, weil er besonders nahe an die Erde herankommt. Dass der Mond nicht immer gleich weit entfernt ist, liegt an seiner eiförmigen Umlaufbahn. Die größte mögliche Entfernung zwischen Erde und Mond beträgt rund 405 000 Kilometer. Derzeit sind es nur 356 509 Kilometer. Der Erdumfang beträgt 40 000 Kilometer. Man müsste also neunmal um die Erde fahren, um die Strecke zum Mond zurückzulegen. Dass uns der Mond auf die Pelle rückt, lässt ihn nicht nur größer aussehen. Auch die Gezeiten fallen besonders stark aus. Dieser Wechsel von Ebbe und Flut entsteht durch die Schwerkraft des Mondes, die die Wassermassen anzieht. Das Zusammentreffen von Vollmond und Erdnähe kann an den Küsten zu Springfluten führen, warnen Experten. Schwere Überschwemmungen seien aber dieses Mal nicht zu erwarten.

Die Anziehungskraft des Mondes ist sogar so stark, dass sie die Erdkruste leicht verformt. Auch Tiere und Pflanzen sowie manche Menschen reagieren auf den Mond. Erde und Mond sind übrigens nicht nur Nachbarn, sondern Verwandte: nach der gängigen Theorie entstand der Mond vor 4,5 Milliarden Jahren, weil ein Himmelskörper auf die Erde prallte und ein Stück herausschlug: den heutigen Mond.

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