Kleine Wüstenfüchse Putziger Zuwachs mit Riesenohren in der Wilhelma

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Ab sofort können Besucher der Wilhelma in Stuttgart zwei junge Fenneks im Giraffenhaus beobachten. Das Auffallendste dieser Fuchsart sind ihre großen Ohren.

Die großen Ohren nutzt der Wüstenfuchs als Klimaanlage. Foto: Wilhelma Stuttgart 5 Bilder
Die großen Ohren nutzt der Wüstenfuchs als Klimaanlage. Foto: Wilhelma Stuttgart

Stuttgart - Fragt man die Besucher der Wilhelma, gehören die neuen Bewohner im Giraffenhaus wohl zu den putzigsten Tieren im Zoologisch-Botanischen Garten. Anfang der Woche sind zwei Wüstenfüchse, auch Fenneks genannt, aus der tschechischen Stadt Jihlava in Stuttgart angekommen. Laut der Wilhelma sind die Brüder am 5. Mai 2018 geboren und haben noch eine Schwester. Diese ist in den Zoopark Erfurt umgezogen.

Große Ohren als Klimaanlage

Die Neuankömmlinge können ab sofort beobachtet werden. Wer sie sehen möchte, sollte sich allerdings leise verhalten, damit sich die geräuschempfindlichen Tiere mit den großen Ohren nicht erschrecken. Dass das Gehör der Fenneks so überproportioniert ist, hat zwei Vorteile. Zum einen können sie damit ihre Beute in Nordafrika besser hören, wenn sie sich unter dem Sand regt. Zum anderen dient die Ohrmuschel in der Wüstenhitze als Klimaanlage. Damit können die Tiere überschüssige Wärme aus ihrem Körper abgeben. Die Fuchsart hat nämlich keine Schweißdrüsen.

Die Presseabteilung der Wilhelma teilt noch eine weitere Besonderheit mit: Im Gegensatz zu anderen Füchsen hat das Brüderpaar eine behaarte Fußsohle. Das ist eine Eigenschaft, die der ursprünglichen Herkunft geschuldet ist. Mit dem Fell sinkt das Tier nicht im Sand ein und bekommt durch den heißen Wüstenboden keine Verbrennungen. Besonders aktiv sind die Wüstenfüchse nachts, um der Hitze tagsüber zu entgehen.

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