Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg Kretschmann zum Klimaschutz: „In erster Linie keine Geldfrage“

Kretschmann führte den Ausbau der Windkraft im Land an. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Christoph Schmidt
Kretschmann führte den Ausbau der Windkraft im Land an. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Christoph Schmidt

Aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann kann der Klimaschutz in Baden-Württemberg kann auch mit klammen Kassen vorangebracht werden. Kretschmann führte den Ausbau der Windkraft im Land an.

Stuttgart - Der Klimaschutz in Baden-Württemberg kann aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch mit klammen Kassen vorangebracht werden. „Es ist nicht in erster Linie eine Geldfrage“, sagte der Grüne am Donnerstag vor dem Beginn der Koalitionsverhandlungen in Stuttgart über eine Neuauflage der Regierung mit der CDU. Es gehe eher darum, die Dinge anzupacken. Kretschmann führte den Ausbau der Windkraft im Land an. Windanlagen würden von Privatinvestoren gebaut, nicht vom Staat. „Insofern kosten uns Windräder erstmal kein Geld.“ Das Land müsse hingegen für kürzere Verfahren sorgen und dafür, dass Flächen für den Bau von Windkraftanlagen zur Verfügung stünden. Grüne und CDU hatten sich in den Sondierungsgesprächen unter anderem auf den Bau von bis zu 1000 neuen Windrädern auf Flächen des Landes und im Staatswald geeinigt.

„Wir müssen keine Kassen umleeren - wir wissen was drin ist“

Bei den ersten Koalitionsverhandlungen von Grünen und CDU sollte es am Donnerstag unter anderem um die finanzielle Lage des Landes gehen. Baden-Württemberg steht wegen der Corona-Pandemie vor einem riesigen Schuldenberg. Man mache aber keinen Kassensturz, sagte Kretschmann. „Wir kommen nicht neu an die Regierung. Wir müssen keine Kassen umleeren - wir wissen was drin ist.“ Er sagte, er schätze die Defizite im Haushalt als „sehr dramatisch“ ein. Deshalb müsse man sich um Dinge kümmern, bei denen es gar nicht ums Geld gehe - etwa genügend Flächen für Windräder.

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