Dieses Mal verfolgt Assad allerdings noch ein anderes Ziel. Die Wahl soll dem Rest der Welt Normalität signalisieren. Ganz ordnungsgemäß, vier Jahre nach der letzten Abstimmung, wird ein neues Parlament gewählt. Alles in Ordnung in einem Land, in dem jeden Tag Bomben fallen und Menschen sterben. Auf diese Weise ist die Wahl auch ein Affront gegen die Genfer Friedensverhandlungen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat im Dezember beschlossen, dass die Gespräche nach 18 Monaten zu Wahlen unter Aufsicht der Vereinten Nationen führen sollen. Assad ignoriert die Übereinkunft und zeigt ziemlich deutlich, was er von den Verhandlungen in der Schweiz hält. Aus diesem Grund signalisieren diese Wahlen auch: mit Assad kann es keine Demokratie und damit auch keinen Frieden in Syrien geben.