Kommunalwahl rund um Leonberg Die Fraktion der Bürgermeister formiert sich
Die Freien Wähler schicken mehrere Schwergewichte aus den Rathäusern ins Kreistags-Rennen
Die Freien Wähler schicken mehrere Schwergewichte aus den Rathäusern ins Kreistags-Rennen
Schon jetzt wird die Fraktion der Freien Wähler im Böblinger Kreistag angesichts zahlreicher Verwaltungsrepräsentanten gerne mit Augenzwinkern „Bürgermeisterfraktion“ genannt.
Und daran soll sich auch im neuen Kreisparlament nichts ändern: Schon im November hatten die Freien Wähler in Leonberg den dortigen Baubürgermeister Klaus Brenner auf Platz 2 ins Kreistagsrennen geschickt. Mit einer ganzen Reihe Rathaus-Prominenz ziehen jetzt auch die Freien Wähler in den Wahlkreisen Weil der Stadt und Renningen in die Kommunalwahl am 9. Juni.
Martin Killinger, der umtriebige Erste Beigeordnete aus Rutesheim, führt die Kreistagsliste im Wahlkreis 5 (Weil der Stadt) an. Ihm folgt sein Kollege aus der Kepplerstadt, Jürgen Katz. Beide gehören schon jetzt dem Gremium in Böblingen an.
Im Weil der Städter Gemeinderat sitzt Lea Bauer. Sie will nun auch in den Kreistag, genau wie Frank Bauer aus Weissach und Harald Schaber aus Rutesheim, die auf den Plätzen drei bis fünf kandidieren.
Für den Renninger Wahlkreis 6 geht der dortige Bürgermeister Wolfgang Faißt ins Rennen, der auch Kreis- Landesvorsitzender der Freien Wähler in Baden-Württemberg ist, die sich als Verein von der Partei der Freien Wähler unterscheiden, die in Bayern an der Regierung beteiligt ist.
Auf Platz 2 folgt die Bankkauffrau Brigitte Armbruster, die in Magstadt ehrenamtliche Stellvertreterin des Bürgermeisters ist. Die Ärztin Melanie Lederer aus Renningen, der Rettungsassistent Thomas Jarmer aus Magstadt und der Betriebsingenieur Rainer Pfliefke aus Renningen kandidieren auf den Rängen drei bis fünf.
Ein wichtiges Ziel der Freien Wähler ist eine „gesicherte und zuverlässige Gesundheitsversorgung“, wobei die Bewerber aus dem Wahlkreis Weil der Stadt ausdrücklich das Krankenhaus Leonberg als Basis dafür nennen. Weitere Schwerpunkte sind „Vorfahrt für Wohnraum, Bildung und Betreuung, eine zuverlässige und bezahlbare Mobilität, eine starke Wirtschaft und gesunde Umwelt, intakte Finanzen und Strukturen sowie transparentes, bürgerorientiertes und unbürokratisches Handeln in einem stabilen demokratischen Rechtsstaat“.
In der Diskussion um einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs hatten sich die Freien Wähler insbesondere mit Blick auf die mitunter chaotischen Verhältnisse bei der S-Bahn mehrfach dafür ausgesprochen, dass zunächst die bestehenden Angebote verlässlich funktionieren müssten, bevor weitere Pläne umgesetzt würden. „Wir stehen für eine ideologiefreie Arbeit, stets orientiert an guten und dauerhaft finanzierbaren Lösungen“, betont Freie Wähler-Chef Faißt.