Fahrer von Reisebussen müssen eigentlich Ruhezeiten einhalten – um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. In Tübingen hat die Polizei einen Busfahrer angehalten, der bereits seit neun Tagen unterwegs war.

Tübingen - Bei Verkehrskontrollen rund um Tübingen hat die Polizei 66 Reisebusse kontrolliert. Zahlreiche Fahrer hatten sich nicht an vorgeschriebene Ruhepausen gehalten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Den Beamten fiel bei den Kontrollen während der vergangenen Tage auf, dass 13 Fahrer von Reisebussen versucht hatten, ihre tatsächlichen Lenk- und Ruhezeiten zu verschleiern. Ein Busfahrer war sogar neun Tage nacheinander unterwegs und hatte laut Polizei die vorgeschriebene Wochenruhezeit nicht eingehalten.

Wie die Beamten in Tübingen mitteilten, konnte die Reisegruppe ihre Fahrt erst fortsetzen, nachdem der Busunternehmer einen anderen Fahrer organisiert hatte. Generell gelte, dass Fahrer, die gegen die Bestimmungen verstoßen, mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen müssen. Auch gegen die Busunternehmen wird ermittelt. Bei ihnen wird der dreifache Bußgeldsatz in Rechnung gestellt, heißt es von der Polizei.